Fettes Fleisch ist mein Gemüse

11.01.2021  Strunz  Drucken

Ein gar wundersamer Titel eines kleinen Aufsatzes. Einer bemerkenswerten jungen Dame. Sehr viel näher darf ich die Autorin heute (2021) nicht beschreiben. Aus irgendeinem Grund ist Höflichkeit, Bewunderung, Anerkennung oder eingehendere Schilderungen des Aussehens einer jungen Dame einem Mann heute verboten. Wie gesagt: heute.

Zurück zum Thema. Das Thema heißt Fleisch. Na gut, interessanter formuliert „Carnivore Ernährung“. Es braucht halt immer solche Schlagworte wie Paleo, Keto, No Carb, … wie wär´s übrigens mit „Lebensenergie und Lebensfreude“? Und wieder schweife ich ab.

Die Autorin dieses bemerkenswerten Artikels lebt seit 10 Jahren ketogen. Resultat:

„Ich habe dadurch meine Figur, meine Stimmung, meine Fitness verbessert, sowie meinen Basedow geheilt.“

Zur Erinnerung: Basedow ist eine autoimmune Erkrankung der Schilddrüse. Die verkümmert langsam. Resultat Unterfunktion. Schulmedizin: Kann man nix machen. Ein Ihnen ach so vertrauter Ausspruch. Von ketogener Ernährung wissen meine Lehrbücher nichts.

Rein aus Neugierde (bemerkenswert!) begann die junge Dame sich absolut nur von Fleisch und Fleischprodukten zu ernähren. Nach drei Tagen wusste sie „das ist es!“. Geht das etwas genauer? Ja freilich. Ich zitiere:

„Es überkam mich eine geistige Klarheit, Zufriedenheit und gleichzeitig ein angenehmes Bauchgefühl.

Auf längere Sicht kamen noch weitere Verbesserungen hinzu. Ich habe mehr Muskelkraft bekommen, die Schmerzen in den Sehnen, die mich von Zeit zu Zeit in den Gelenken plagten, verschwanden. Auch Wadenkrämpfe und Fußkrämpfe, mit denen ich immer wieder zu kämpfen hatte, lösten sich in Luft auf.“

Und weiter: „Die Schilddrüsenunterfunktion, die mir nach dem Basedow geblieben war, ist nun auch verschwunden, so dass ich kein L-Thyroxin mehr einnehmen muss. Mein Blutzuckerspiegel ist wesentlich konstanter als zuvor (kontinuierlich gemessen und bewiesen).

Die Ketose ist auch wesentlich stärker als zuvor, der Ketonwert stieg von durchschnittlich 1 auf 2 mmol/l.“

Da machte sie sich auf, die junge Dame, wie seinerzeit Josef aus Galilea… macht sich auf und hört sich ziemlich alle Podcasts und Interviews mit Ärzten zum Thema Carnivore Ernährung an. Und erfuhr

  • etwas über die Schattenseiten von Obst und Gemüse. Könnten Sie nachlesen im kürzlich zitierten „Böses Gemüse“ von Dr. Gundry (News vom 28.12.2020).
  • von der besseren Bioverfügbarkeit der Nährstoffe in tierischen Nahrungsmitteln.

FAZIT: Sie wissen längst, dass für mich – genau wie zu meiner täglich erneuten Verwunderung für Professor Max Planck, Nobelpreisträger Physik – das eigene subjektive Erleben zur Richtschnur meines Lebens geworden ist. Schlägt jedes wissenschaftliche Experiment. Grund? Ganz einfach: Jeder Mensch ist verschieden. Jeder Mittelwert über 1.000 Menschen hat mit Ihnen gar nichts zu tun. Missverstandene Statistik, typisch für die Medizin.

Es gibt in meinem Beruf keine Statistik. Es gibt nur den einen MENSCHEN, DER MIR GEGENÜBER SITZT. Die Chance eine Krankheit zu haben oder nicht zu haben, ist immer 1:1. Also 50%.

Eine wesentliche Schlussbemerkung: Auch ich habe – angeleitet durch meine kluge Frau – erst spät im Leben verstanden, dass es einen Unterschied gibt zwischen Fleisch und Fleisch. Und zwar einen lebensentscheidenden Unterschied. Um natürliches Fleisch, wie es vielleicht vor 10.000 Jahren üblich war, heute noch zu bekommen, bedarf es durchaus einiger Anstrengung.

Und glauben Sie bloß nicht, dass Wild ein Ausweg ist. Tschernobyl ist noch lange nicht vorbei.

Quelle: Andrea Sabine Siemoneit in Low – LCHF Magazin 4/2020, Seite 10VORHERIGE NEWSZURÜCK ZUR ÜBERSICHTNews suchenSucheSucheLetzte NewsDie deutsche Hausratte kann nicht lesenCorona auf Tiroler

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