Hühnereier statt Stress

16.02.2021  Strunz GmbH  Drucken

Heute mal was Ernstes. Das Thema Nummer eins jedes Notfallmediziners. Jedes Intensivmediziners. Es geht ums Herz. Immer noch die häufigste Todesursache in Deutschland. Denkt man lange genug nach, findet man als Urgrund, ganz da hinten das Wörtchen „Angst“. Sehr, sehr aktuell durch die Corona-Krise.

Drehen wir´s rum: Dann hieße herzgesund angstfrei, entspannt. Ja, da ist durchaus was dran. Dahinter stecken neben der Philosophie handfeste Fakten:

Wer »Herzgesundheit« hört, denkt zuerst an Bluthochdruck, Übergewicht, Diabetes, Cholesterin. Dabei ist der häufigste Auslöser für Angina-Pectoris-Anfälle … Stress! Dieses Ergebnis der Universität Atlanta hat selbst Kardiologen überrascht. Und doch ist es plausibel:

  • Meldeten die Messfühler hohe Aktivität im »Stressverarbeitungszentrum « der Patienten, im unteren Stirnlappen, dann folgten oft unmittelbar danach Herzbeschwerden.
  • Die häufigsten Auslöser von Angina-Pectoris-Anfällen waren verschiedene Formen von Stress: hohe Belastungen, schlimme Erlebnisse oder depressive Verstimmungen.
  • Patienten, die sich oft aufregten, verärgert oder niedergeschlagen waren, klagten auch besonders oft über Brustenge.
  • Dagegen berichteten die eher gelassenen Patienten nicht von derartigen Herzbeschwerden

Broken Heart Syndrom
Dass Stress unmittelbar aufs Herz schlägt, ist unter dem Stichwort »Broken Heart Syndrom« schon länger bekannt. Was da passiert? Ein plötzliches schlimmes oder auch außergewöhnlich beglückendes Erlebnis führt zu einer solchen Flut von Stresshormonen, dass die Herzmuskelzellen den Ansturm nicht mehr verarbeiten können und den Dienst quittieren. Das kann bis zur Lähmung einer Herzkammer gehen. Was folgt:

  • Atemnot
  • Das Herz rast
  • Die Pumpleistung lässt rapide nach
  • Der Blutdruck fällt ab
  • Der Körper wird nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt
  • … schnelle Hilfe ist hier eine sehr gute Idee.

Ihr Herz liebt’s leicht
Soweit muss es erst gar nicht kommen. Und wir wissen längst, was wir tun können, damit es nicht soweit kommt. Nach wie vor ist es richtig, das Herz zu entlasten. Mit den Klassikern: Gewicht runter, Blutdruck runter, Zuckerbelastung runter, Blutfette in Ordnung bringen. Es hat sich mittlerweile (hoffentlich!) herumgesprochen, dass dies gerade nicht gelingt mit dem Einsparen von Hühnereiern und Schweinefleisch. Dass es stattdessen so gelingt:

  • Kohlenhydrate runter: Also Mehl, Zucker, Alkohol. Warum nun das wieder? Weil Ihr Cholesterinspiegel abhängig ist von Ihrem Insulinspiegel. Wenn Sie wenige Kohlenhydrate essen und viele verbrennen, ist Ihr Insulinspiegel niedrig. Damit sinkt auch die Produktion von VLDL-Partikeln in der Leber. Und damit kommt es erst gar nicht zur Produktion von LDL-Cholesterin, das so gerne oxidiert und Ihre Blutgefäße zupflastert.
  • Bewegung rauf: Laufen, Radfahren, Schwimmen etc. Ist unser Körper geflutet mit dem Stresshormon Adrenalin, haben wir so viel Energie, dass wir ein Mammut jagen könnten. Brauchen wir heute nicht mehr. Joggen ist eine Alternative, mit der wir Energie und Stresshormone genauso gut abbauen können. Um danach zur Ruhe zu kommen.
  • plus Stressreduktion: Laufen ist Stressabbau pur. Noch mehr Stress fließt von uns ab, wenn wir uns aktiv entspannen oder meditieren. Und regelmäßig tief und gut schlafen. Denn Tiefschlaf ist Heilschlaf – auch fürs Herz.

Verzichten Sie nicht auf Hühnereier.
Sondern auf Stress.
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