Wie brutale Frauenmorde

Als  unsere gratismutige Nationalelf, die nur noch „Die Mannschaft“ heißen soll, heute vor dem Spiel gegen England auf die Knie ging, tat sie das nicht, um der drei brutal aus dem Hinterhalt ermordeten und der noch mehr verletzten Frauen zu gedenken, sondern an den tragischen Tod eines Kriminellen zu erinnern, der vor über einem Jahr…

Wie brutale Frauenmorde versteckt werden sollen — Vera Lengsfeld

Für „Black Lives Matters“ knien die Fußball-Nationalmannschaften nieder, für das ermorderte Kind in Wien und die Opfer der Messerattacke in Würzburg machen sie es nicht. Schließlich handelt es sich bei…
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Mord an Leonie: ORF-Journalist machte sich Sorgen um Traumatisierung der Tatverdächtigen
ÖVP-Innenminister Karl Nehammer und der Wiener Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl haben heute, Dienstag, zum schrecklichen Mord an der 13-jährigen Leonie, Stellung genommen.
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Gesundheitsversorgung von Asylwerbern kostet Steuerzahler Millionen!
Mehr als 110 Millionen Euro mussten die österreichischen Krankenkassen in den letzten Jahren für die Versorgung von Asylwerbern locker machen.
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             +++ Terror, Frauenhass, Gewalt: Europa degeneriert zum Kalifat  +++                +++ EM-Achtelfinale: Lieber woke statt Würzburg +++                +++ Grüne: »Das ist Eingriff ins Wahlrecht. Frau Baerbock ist daran beteiligt« +++                +++ Onkel Winfried und Sozen-RND eilen Klein-Erna zur Hülf … – Winfried Kretschmann: »Annalena Baerbock braucht Beinfreiheit« +++                +++ KOPP Report jetzt auch auf Telegram unter
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                +++ Gestern noch »irre Theorie schwurbelnder Covidioten« …: Bildungsministerium erwägt Sozialpunktesystem nach chinesischem Vorbild für Deutschland +++                +++ Manuel Neuer gibt bekannt: Deutschland wird vor England-Spiel niederknien +++                +++ Plagiatsvorwurf gegenüber Annalena Baerbocks Sachbuch »Jetzt« +++          


Doch was macht die Bundesregierung? Sie weigert sich weiterhin, das Problem klar zu benennen. Offensichtlich ist die Angst zu groß, dass die verfehlte Asylpolitik jetzt zum Thema wird. Immerhin wird im Herbst gewählt.

Da käme es zur Unzeit, wenn neben dem Grummeln in der Corona-Politik (Angstmache vor der Deltavariante) jetzt auch noch die Folgen von 2015/16 mit auf den Tisch kommen.
In jenem unsäglichen Herbst sorgte die Frau im Kanzlerbunker höchstselbst dafür, dass die Schleusen für jedermann geöffnet wurden. Nach Deutschland kämen „überwiegend junge Männer aus Ländern, in denen der gewalttätige Islamismus sehr stark verbreitet“ sei, so Migrationsforscher Prof. Ruud Koopmans von der Berliner Humboldt-Uni.

Die Folgen dieser „explosiven Mischung“ sehe man bei Anschlägen wie in Würzburg – aber auch in der Kriminalstatistik. „Es gibt eine sehr hohe Überrepräsentation dieser Zuwanderergruppe, insbesondere bei schweren Gewalt- und Sexualdelikten.“, so Koopmans weiter. Laut Polizei-Statistik waren 2020 38 Prozent der 168 237 Tatverdächtigen im Bereich Gewaltkriminalität „nichtdeutsch“, 13 Prozent Zuwanderer.

Mehr als 290 000 Ausländer sind derzeit ausreisepflichtig, „vollziehbar ausreisepflichtig“ wie das Innenministerium auf Anfrage zugeben muss. Doch die Betroffenen wissen, dass sie eh nicht abgeschoben werden. Bei Abschiebungen fehlt der Wille, oder es gibt rechtliche Hürden. Bitter, aber wahr: Migranten, die nach Deutschland kommen, bleiben in den meisten Fällen. Egal, ob sie Asylrecht erhalten oder nicht.

Am Freitag hätte es auch hier Verbesserungen geben können. Doch die Länder schossen quer. Mit übergroßer Mehrheit stoppten sie im Bundesrat einen Gesetzentwurf, mit dem die Bundespolizei hätte sofort abschieben dürfen, wenn sie einen Ausreisepflichtigen in ihrem Zuständigkeitsbereich aufgreift (z. B. im Bahnhof).

Freitag war übrigens der Tag, wo in Würzburg der Killer zuschlug und die drei Frauen mordete.


Übrigens: Welche Mächte auch in der Asylpolitik ihr Unwesen treiben, zeigt unser neuestes Spezial Geheime Mächte. Es ist erst seit Samstag am Kiosk, findet aber jetzt bereits jetzt reißenden Absatz in unserem Shop.
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#Berlin: An die 20, laut der Opferfamilie migrante, Jugendliche greifen nachts auf dem #Skaterpark sechs Freunde an und prügeln sie krankenhausreif – einer tritt dem Studenten Filippo immer wieder ins Gesicht, zertrümmert ihm Nase und Kiefer



Attacke in Berliner Skaterpark: Filippo, wer hat dir das angetan?
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bild.de


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+++ »Unwetter, wie es nur alle fünf bis zehn Jahre vorkommt«: Deutschland kämpft mit Starkregen und Sturm +++

+++ Asylbewerber in der EU: Deutschland und Frankreich im Fokus +++

+++ Spott über Seehofers Asylpolitik: Gefälschte CSU-Website macht sich darüber lustig +++

+++ Würzburg-Attacke: Seehofer spricht von gescheiterter Integration +++

+++ Würzburgs Oberbürgermeister und die Antifa-Freunde von der NGO Seebrücke +++

+++ Sie hüpft für »Great Reset«: Klima-Greta will den Impf-Turbo zünden! +++

+++ Gericht in Portugal: Nur 0,9 % der »Covid-Toten« verifiziert +++

+++ Politische Eiferer und der Versuch, die COVID-19-Horror-Erzählung aufrecht zu erhalten, heute: Kretschmann und Seehofer +++

+++ Notärztin entlassen: Wer Meinungsfreiheit zerstört, will Faschismus +++

+++ Bauern zahlen für alles Rekordpreise: Agrarkosten so hoch wie noch nie +++

+++ Ex-Weltmeister Berthold: Trauerflor wäre angebrachter als Regenbogenbinde +++

+++ Opfer ist nicht gleich Opfer: Sie knien nicht für Würzburg +++

+++ Messerattacke in Würzburg: Hinweise auf islamistischen Hintergrund +++

Das Ergebnis muss sofort rückgängig gemacht werden. Sonst hisst Merkel morgen höchstpersönlich eine Regenbogenflagge am Bundestag auf Halbmast.

Thema des Tages: Fussballspieler sollen spielen, nicht knien
Im EM-Vorrundenspiel gegen Ungarn drückte der deutsche Nationalspieler Matthias Ginter kniend seine Ratlosigkeit aus.Imago
Wenn an diesem Dienstag im Achtelfinale der Fussball-Europameisterschaft Deutschland und England aufeinander treffen, wollen beide Mannschaften vor dem Anpfiff auf die Knie gehen. Und die Spielführer der Teams, Manuel Neuer und Harry Kane, wollen eine Kapitänsbinde in den Farben des Regenbogens tragen. Noch vor dem ersten Ballkontakt erreicht damit die Politisierung des Sports einen Höhepunkt, der eigentlich ein Tiefpunkt ist.
Fussball war lange die schönste Nebensache der Welt. Seit er zur politischen Haupt- und Staatsaktion geworden ist, gibt er seine grösste Errungenschaft preis: Er vereint nicht mehr ein denkbar vielfältiges Publikum in der Freude am Spiel. Er doppelt und verschärft die ausserhalb der Stadien herrschende gesellschaftliche Spaltung.
Natürlich kann ein Sport, der Massen begeistert, nie ganz unpolitisch sein. Wo Aufmerksamkeitspreise vergeben werden, droht Instrumentalisierung. Populäre Ereignisse können populistisch verzweckt werden. Kein Potentat liess je die Gelegenheit verstreichen, sich im geborgten Licht zu sonnen, das durch sportliche oder künstlerische Grosstaten auf ihn fällt.
Auch die Demokratie mit ihrem skeptischen Verhältnis zum Zeremoniell schätzt den symbolischen Überschwang. Nicht zufällig produzierte Angela Merkels Auftritt in der Kabine der deutschen Fussballweltmeister 2014 nach dem Finalsieg von Rio einige der meistverbreiteten Fotos ihrer Kanzlerschaft. An diesem Dienstag in London aber dreht das sportpolitische Symbolkarussell frei.
Das Knien in der Öffentlichkeit ist die maximale Demutsgeste. Wer kniet, der ordnet sich freiwillig einem Grösseren unter – einem Gott, einer Majestät, einer Gruppe. Der kniende Mensch gibt vor den Augen der anderen die eigene Unwürdigkeit kund und kürt gerade so den Empfänger seiner Unterwerfung zum Souverän. Wovor knien deutsche Nationalspieler? Letztlich vor sich selbst und einer moralischen Lauterkeit, die sie mit ein und derselben Geste behaupten und beglaubigen wollen. Auf dem Rasen von Wembley wird deutsche Selbstergriffenheit vorgeführt.
In den USA hatte das Knien einen symbolischen Ernst
In jüngerer Vergangenheit hatte das Knien des Sportlers in der Öffentlichkeit einen historisch wie politisch klar definierten Sinn. Der dunkelhäutige American-Football-Profi Colin Kaepernick kniete erstmals vor knapp fünf Jahren, während die Nationalhymne der Vereinigten Staaten erklang. Er wolle «nicht aufstehen und Stolz für eine Fahne demonstrieren, die für ein Land steht, das Schwarze und andere People of Color unterdrückt». Kaepernicks Kniefall drückte Distanz statt Demut aus, war ein Zeichen des Protests und nicht des Einverständnisses. Das Knien bezog seinen symbolischen Ernst aus der Authentizität der Lebenssituation und der persönlichen Betroffenheit. Wer wollte bestreiten, dass es in Teilen der USA einen Rassismus gibt, der sich gegen Schwarze richtet?
Statt Kaepernick in den Vereinigten Staaten werden nun Mats Hummels, Joshua Kimmich, Thomas Müller im Vereinigten Königreich knien. Auch sie wollen damit, heisst es, «ein Zeichen gegen Rassismus» setzen – gegen welchen aber und warum dort? Wollen deutsche Staatsbürger den Engländern rassistisches Verhalten unterstellen? Schlechter kann man sich als Gast kaum aufführen, zumal aus Deutschland.
Oder soll der heiklen These zugestimmt werden, in der Bundesrepublik gebe es «strukturellen Rassismus» oder die eigenen Fans seien verkappte Rassisten? In der Summe stimmt trotz schlimmen Ausnahmen gewiss weder das eine noch das andere. Nein, die Dinge verhalten sich anders und – auf den ersten Blick – einfacher: Die deutschen Profispieler wollen sich mit den englischen Berufskollegen solidarisieren. Diese knien regelmässig vor Länderspielen.
Der DFB will Deutschland als woke Nation präsentieren
Mit dem Sichsolidarisieren ist es freilich ebenso komplex wie mit dem Knien. Manuel Neuer legte davon unfreiwillig komisch Zeugnis ab. Er erklärte auf der Pressekonferenz, die Engländer würden sich im Gegenzug «solidarisieren mit der Binde». Gemeint ist das regenbogenfarbene Toleranzbekenntnis am Oberarm. Harry Kane werde es auch tragen. Das moralische Tauschgeschäft freilich hat seine Tücken, wenn Solidarität einem Stück Stoff gelten soll. Was kommt als Nächstes? Vielleicht Kleidungsstücke und symbolische Gesten gegen den Klimawandel, für die Freigabe von Corona-Impfstoff-Patenten oder den Erhalt der Artenvielfalt?
Hinter den weltanschaulichen Zeichen droht der Fussball seine Seele zu verlieren und unter dem gewiss gut gemeinten Druck des Kollektivs der einzelne Spieler sein Gesicht. Wäre der Kniefall «grösser als jeder Titel» – so deutet der langjährige Pressesprecher von Bundesaussenminister Heiko Maas die geplante Geste –, dann wären die vermeintlich richtigen Botschaften wichtiger als die richtigen Ergebnisse.
Dem Deutschen Fussball-Bund ist es offenbar ein Anliegen, Deutschland als woke Nation zu präsentieren, politisch korrekt bis in die Waden. Dazu hat der mit Korruptionsvorwürfen kämpfende Verband aber weder die Legitimation noch das Mandat. Und wer meint, der Kampf gegen Rassismus werde leichter gewonnen, wenn kickende Millionäre das Knie beugen, der hat vom Wesen der Menschenverachtung nichts begriffen. Der Kniefall von Wembley ist und bleibt: ein Knien vor der eigenen Ergriffenheit, ein absurdes Spektakel.
Thema des Tages: Fussballspieler sollen spielen, nicht knien
Im EM-Vorrundenspiel gegen Ungarn drückte der deutsche Nationalspieler Matthias Ginter kniend seine Ratlosigkeit aus.Imago
Wenn an diesem Dienstag im Achtelfinale der Fussball-Europameisterschaft Deutschland und England aufeinander treffen, wollen beide Mannschaften vor dem Anpfiff auf die Knie gehen. Und die Spielführer der Teams, Manuel Neuer und Harry Kane, wollen eine Kapitänsbinde in den Farben des Regenbogens tragen. Noch vor dem ersten Ballkontakt erreicht damit die Politisierung des Sports einen Höhepunkt, der eigentlich ein Tiefpunkt ist.
Fussball war lange die schönste Nebensache der Welt. Seit er zur politischen Haupt- und Staatsaktion geworden ist, gibt er seine grösste Errungenschaft preis: Er vereint nicht mehr ein denkbar vielfältiges Publikum in der Freude am Spiel. Er doppelt und verschärft die ausserhalb der Stadien herrschende gesellschaftliche Spaltung.
Natürlich kann ein Sport, der Massen begeistert, nie ganz unpolitisch sein. Wo Aufmerksamkeitspreise vergeben werden, droht Instrumentalisierung. Populäre Ereignisse können populistisch verzweckt werden. Kein Potentat liess je die Gelegenheit verstreichen, sich im geborgten Licht zu sonnen, das durch sportliche oder künstlerische Grosstaten auf ihn fällt.
Auch die Demokratie mit ihrem skeptischen Verhältnis zum Zeremoniell schätzt den symbolischen Überschwang. Nicht zufällig produzierte Angela Merkels Auftritt in der Kabine der deutschen Fussballweltmeister 2014 nach dem Finalsieg von Rio einige der meistverbreiteten Fotos ihrer Kanzlerschaft. An diesem Dienstag in London aber dreht das sportpolitische Symbolkarussell frei.
Das Knien in der Öffentlichkeit ist die maximale Demutsgeste. Wer kniet, der ordnet sich freiwillig einem Grösseren unter – einem Gott, einer Majestät, einer Gruppe. Der kniende Mensch gibt vor den Augen der anderen die eigene Unwürdigkeit kund und kürt gerade so den Empfänger seiner Unterwerfung zum Souverän. Wovor knien deutsche Nationalspieler? Letztlich vor sich selbst und einer moralischen Lauterkeit, die sie mit ein und derselben Geste behaupten und beglaubigen wollen. Auf dem Rasen von Wembley wird deutsche Selbstergriffenheit vorgeführt.
In den USA hatte das Knien einen symbolischen Ernst
In jüngerer Vergangenheit hatte das Knien des Sportlers in der Öffentlichkeit einen historisch wie politisch klar definierten Sinn. Der dunkelhäutige American-Football-Profi Colin Kaepernick kniete erstmals vor knapp fünf Jahren, während die Nationalhymne der Vereinigten Staaten erklang. Er wolle «nicht aufstehen und Stolz für eine Fahne demonstrieren, die für ein Land steht, das Schwarze und andere People of Color unterdrückt». Kaepernicks Kniefall drückte Distanz statt Demut aus, war ein Zeichen des Protests und nicht des Einverständnisses. Das Knien bezog seinen symbolischen Ernst aus der Authentizität der Lebenssituation und der persönlichen Betroffenheit. Wer wollte bestreiten, dass es in Teilen der USA einen Rassismus gibt, der sich gegen Schwarze richtet?
Statt Kaepernick in den Vereinigten Staaten werden nun Mats Hummels, Joshua Kimmich, Thomas Müller im Vereinigten Königreich knien. Auch sie wollen damit, heisst es, «ein Zeichen gegen Rassismus» setzen – gegen welchen aber und warum dort? Wollen deutsche Staatsbürger den Engländern rassistisches Verhalten unterstellen? Schlechter kann man sich als Gast kaum aufführen, zumal aus Deutschland.
Oder soll der heiklen These zugestimmt werden, in der Bundesrepublik gebe es «strukturellen Rassismus» oder die eigenen Fans seien verkappte Rassisten? In der Summe stimmt trotz schlimmen Ausnahmen gewiss weder das eine noch das andere. Nein, die Dinge verhalten sich anders und – auf den ersten Blick – einfacher: Die deutschen Profispieler wollen sich mit den englischen Berufskollegen solidarisieren. Diese knien regelmässig vor Länderspielen.
Der DFB will Deutschland als woke Nation präsentieren
Mit dem Sichsolidarisieren ist es freilich ebenso komplex wie mit dem Knien. Manuel Neuer legte davon unfreiwillig komisch Zeugnis ab. Er erklärte auf der Pressekonferenz, die Engländer würden sich im Gegenzug «solidarisieren mit der Binde». Gemeint ist das regenbogenfarbene Toleranzbekenntnis am Oberarm. Harry Kane werde es auch tragen. Das moralische Tauschgeschäft freilich hat seine Tücken, wenn Solidarität einem Stück Stoff gelten soll. Was kommt als Nächstes? Vielleicht Kleidungsstücke und symbolische Gesten gegen den Klimawandel, für die Freigabe von Corona-Impfstoff-Patenten oder den Erhalt der Artenvielfalt?
Hinter den weltanschaulichen Zeichen droht der Fussball seine Seele zu verlieren und unter dem gewiss gut gemeinten Druck des Kollektivs der einzelne Spieler sein Gesicht. Wäre der Kniefall «grösser als jeder Titel» – so deutet der langjährige Pressesprecher von Bundesaussenminister Heiko Maas die geplante Geste –, dann wären die vermeintlich richtigen Botschaften wichtiger als die richtigen Ergebnisse.
Dem Deutschen Fussball-Bund ist es offenbar ein Anliegen, Deutschland als woke Nation zu präsentieren, politisch korrekt bis in die Waden. Dazu hat der mit Korruptionsvorwürfen kämpfende Verband aber weder die Legitimation noch das Mandat. Und wer meint, der Kampf gegen Rassismus werde leichter gewonnen, wenn kickende Millionäre das Knie beugen, der hat vom Wesen der Menschenverachtung nichts begriffen. Der Kniefall von Wembley ist und bleibt: ein Knien vor der eigenen Ergriffenheit, ein absurdes Spektakel.

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