Polycythaemia Vera

Tiefstes Mittelalter

19.10.2021  Strunz GmbH  Drucken

Eine der tragenden Säulen mittelalterlicher Medizin war der Aderlass. Ihnen allen bekannt. Bei jeder nur denkbaren Erkrankung wurde … zur Ader gelassen. Gedanke dahinter: „Krankes Blut“ zu entfernen. Nun ja.

In erster Linie wird beim Aderlass die Sauerstoffversorgung des gesamten Körpers, jedes Organes vermindert. Und nach häufigem Aderlass stirbt man dann eben.

Ein vertrauter Vorgang, der sich bei jedem Unfall als Verblutungs-Tod manifestiert.

Medizin heute hat bessere Möglichkeiten. Sollte man meinen. Es gibt aber tatsächlich immer noch Zustände wie zum Beispiel die Hämochromatose (Eisenspeicherkrankheit), bei welcher der Aderlass – zu Recht erfolgreich – angewandt wird. Weil man hier ja aus dem Vollen schöpft! Das gleiche gilt für eine seltenere Autoimmun-Krankheit, die Polycythaemia Vera. Da produziert das Knochenmark zu viel rote Blutkörperchen, das Blut wird zu dick, kann verklumpen … und wird dann eben per Aderlass entfernt.

Hat Nachteile, wie Sie gleich erfahren werden. Von einer Expertin. Die genau an dieser Polycythaemia litt. Die folgende Mail ist wieder ein typisches Beispiel für VORHER/NACHER. In diesem Fall ein

EINMALIGES DOKUMENT

wie eine Arztpraxis in Roth das Mittelalter besiegt hat. Das Licht der Neuzeit hat aufgehen lassen. Kann man auch anders formulieren.

Frohmedizin/ Molekularmedizin besiegt sogar die Polycythaemia Vera.

Darf ich?

„Mit der Diagnose Polycythaemia Vera kam ich zu Ihnen. Regelmäßige Aderlässe und eine unendliche Müdigkeit und Erschöpftheit waren meine ständigen Begleiter.

Seit ich vor knapp drei Jahren bei Ihnen war, brauche ich keinen Aderlass mehr und es geht mir hervorragend. Ich gehe täglich joggen, mache Krafttraining und Gymnastik, hänge meine Altersgenossen um Längen ab, esse ketogen und nehme NEMs und bin gut gelaunt.“

Diese paar Zeilen, diese mail sind eine medizinische Sensation. Sollte man auf jedem Ärztekongress weltweit als erstes zur Einleitung, zur Einstimmung vortragen. Am besten von der Patientin selbst vortragen lassen.

Die Presse weltweit würde sich überschlagen. Über diese „einmalige Wunderheilung“. Wobei Sie alle, liebe Leserinnen, liebe Leser, längst wissen, dass hier nur heutiges, modernes Wissen angewandt wurde: Eine Autoimmun-Störung wurde besiegt. Nichts weiter.

In meinen Augen inzwischen banal.

Erlauben Sie mir, weil das ganze so hübsch und unterhaltsam klingt, einen kleinen Schlenker, nämlich auch den zweiten Teil der mail abzudrucken:

„Und hier jetzt ein lieber Gruß von meiner Hämatologin an Sie, den Kollegen Dr. Strunz. Sie ist begeistert von Ihrer Arbeit und bedauert es sehr, dass sie selbst nicht so arbeiten darf.

In einer Gemeinschaftspraxis mit vielen Krebspatienten ist es ihr untersagt, einen anderen als den schulmedizinischen Weg zu beschreiten. Wenn sie jünger wäre, dann würde sie das tun. Nochmals großen Respekt an den Kollegen, „bei dem ich Sie in guten Händen weiß“ (Zitat).“

Das kleine schwarze Häkchen, den Dornenstachel mitbekommen? Die Hämatologin hat´s verstanden. Hat´s ja selbst miterlebt. DARF aber nicht so arbeiten. Es sei ihr UNTERSAGT.

Kommentar meinerseits entfällt. Es gibt derzeit (Pandemie!) genügend Angstmacher und Hassverbreiter. Ich denke nicht dran, mich von meinem – und damit Ihrem! – positiven Lebensweg abbringen zu lassen.

Erlaube mir daher mit einem versteckten Lächeln, auch noch den dritten Teil der mail zu zitieren. Darf ich?

„Ich freu mich auf Ihre News in den nächsten 30 Jahren. Aber was mache ich dann? Ich bin jetzt 62 Jahre alt.“

Es gibt sie wirklich noch, die lieben Menschen. Die einem altgedienten Arzt ein bisschen die Seele streicheln …VORHERIGE NEWSZURÜCK ZUR ÜBE

Die Welt wacht auf

Artikel .1144 vom 18.10.2021

Vor 30 Jahren wurde ich – wenn man mir gut gewillt war – belächelt, als ich zum täglichen (!!!) Laufen aufforderte. Jeden! Auch gutsituierte unverdächtige Mitbürger. Oft wurde über mich nur der Kopf geschüttelt. Was will DER denn?

In der Pandemie hat sich einiges verändert. Da werden wissenschaftliche Studien zur Micro-Nährstoffversorgung und COVID-19-Verläufen veröffentlicht. Es werden Zusammenhänge zwischen hohen Blutzuckerspiegeln und schweren Erkrankungen festgestellt und Long-COVID mit EBV in Verbindung gebracht. Ich rede und schreibe darüber seit Jahrzehnten. Ich sehe täglich, wie Nährstoffe und Low Carb chronische Erkrankungen heilen. Das Immunsystem heilt und uns so Schutz gegen Viren schenkt.

Daher freut mich soeben eine nagelneue Studie aus 2021:

Sport schützt vor schweren COVID-19-Verläufen.

Die Argumentation ist naheliegend. Durch Sport werden entzündungshemmende Cytokine freigesetzt und die Zirkulation der Lymphozyten im Körper nimmt zu. Das sind spezielle Abwehrzellen. Außerdem bilden sich vermehrt neue Zellen des Immunsystems. Das Abwehrsystem wird fit.

Das gestärkte Immunsystem wird mit den eindringenden Viren fertig. Man infiziert sich zwar, aber man wird nicht ernsthaft krank. Man muss nicht auf Intensivstationen behandelt werden. Der gefürchtete Cytokin-Sturm bleibt aus.

Die Wissenschaftler machen deutlich, dass es zur Stärkung des Immunsystems

regelmäßiges Training in adäquater Intensität braucht.

Zweimal die Woche Spazieren gehen reicht eben nicht. Am besten strengen Sie sich täglich an, beim Laufen und beim Krafttraining. Goldene Worte…

In der wissenschaftlichen Diskussion sind Sport, Micro-Nährstoffe und Low Carb angekommen. Auch und besonders durch Corona. Das freut mich. Etwas Geduld müssen wir noch aufbringen, bis hoffentlich auch die Politik aufwacht. Ich stelle mir den Tag vor, an dem ein Jens Spahn Sport als effektives Mittel gegen die jetzige und zukünftige Pandemien vorstellt. Ob die Bundestagsabgeordneten ihre Vorbildfunktion ernst nehmen würden? Nur noch durchtrainierte Politiker? Wäre auch viel ästhetischer als das Bild, welches sie derzeit liefern.

PS: Ästhetischer? Seit Tagen gucke ich die Spanien-Rundfahrt. Einfach nur erfreuliche, schlank-durchtrainierte Radprofis. Heute, soeben der Triathlon Roth. Gleich nebenan. Auch live im BR-TV. Springende, hüpfende, elastisch federnde Lebensfreude. Weshalb machen Sie nicht mit? Lebensfreude, Lebensenergie interessiert Sie nicht? Was dann?

Quelle: da Silveira MP, da Silva Fagundes KK, Bizuti MR, Starck É, Rossi RC, de Resende E Silva DT. Physical exercise as a tool to help the immune system against COVID-19: an integrative review of the current literature. Clin Exp Med. 2021;21(1):15-28.

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