Im Gehirn reagieren die kurzkettigen Fettsäuren

Darm schützt Gehirn

20.10.2021  Strunz GmbH  Drucken

Das Gehirn verfügt über ein extra Immunsystem, die so genannten Mikrogliazellen. (News vom 17.12.2018de). Funktionieren sie nicht mehr richtig, kommt es zu neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer oder anderen Arten der Demenz, zu Parkinson oder anderen neurologischen Anfällen. Erst seit einigen Jahren ist bekannt, dass Darmbakterien die Aktivität der Mikrogliazellen regulieren. Kaum vorstellbar: Darm und Hirn – verknüpft!

Bakterien im Darm beeinflussen das Immunsystem des Gehirns und somit unser Denken, unsere Reaktionen und unsere Emotionen!

Entscheidend für die Regulation der Mikrogliazellen sind die Stoffe, die durch die Bakterien im Darm entstehen; allen voran kurzkettige Fettsäuren wie Propionat und Butyrat.

Ketonkörper. Entstehen massiv auch durch ketogene Ernährung, beim Intervallfasten.

Sie gelangen aus dem Darm in den Blutkreislauf und über das Blut ins Gehirn. Zählen also zu den ausgewählten Stoffen, die die Blut-Hirn-Schranke überwinden können.

Sie wissen, das Gehirn wird besonders geschützt, es gelangen nur ganz bestimmte Stoffe hinein. Die Sortieraufgabe übernimmt die Blut-Hirn-Schranke, eine extra Schicht, mit der die Blutgefäße, die das Gehirn durchziehen, umkleidet sind. In dieser Schicht wird entschieden, welcher Stoff ins Gehirn darf und welcher nicht. Kurzkettige Fettsäuren gehören dazu.

Im Gehirn reagieren die kurzkettigen Fettsäuren direkt mit den Mikrogliazellen.

In einem Versuch wurde festgestellt, dass das Trinken von Wasser, welches mit kurzkettigen Fettsäuren angereichert war, zu einer beschleunigten Entwicklung neuer Mikrogliazellen führte. Grundsätzlich sorgen die kurzkettigen Fettsäuren dafür, dass die Mikrogliazellen gesund bleiben.

Kurzkettige Fettsäuren aus dem Darm reduzieren somit das Demenzrisiko und die Gefahr anderer degenerativer Erkrankungen.

Ein Meilenstein bei der Bekämpfung von bisher kaum zugänglichen neurologischen Leiden wie Parkinson. Stichwort Neuroprotektion durch Ketonkörper.

Vor allem das Bakterium Akkermansia muciniphila stellt Propionat her. Es gibt aber noch andere, die das ebenfalls tun. Butyrat wird von den verschiedenen Bacteroidetes Arten erzeugt. Diese Bakterien schützen Ihr Gehirn! Ob sie in Ihrem Darm Mangelware sind, kann Ihnen eine Stuhl-Analyse zeigen. Falls die Bakterien fehlen, könnten Sie sie zusätzlich einnehmen.

Oder freilich, oft etwas mühsam, Ketonkörper selbst herstellen durch ketogene Kost. Entsprechende Bücher und Gebrauchsanleitungen finden Sie reichlich in diesen News.

Quelle: Abdel-Haq R, Schlachetzki JCM, Glass CK, Mazmanian SK. Microbiome-microglia connections via the gut-brain axis. J Exp Med. 2019;216(1):41-59. doi:10.1084/jem.20180794VORHERIGE NEWSZURÜCK ZUR ÜBERSICHT

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