Diabetes im Gehirn

Das ist gigantisch!

25.10.2021  Strunz GmbH  Drucken

So freut man sich in Bayern. In diesem Fall eine 50-jährige Dame, die seit über 20 Jahren leidet. Wirklich leidet. Hier im Sprechzimmer ein enormes Wissen ausbreitet, das sie sich „in über 20 Jahren intensivster Suche“ angeeignet hat. Nur leider immer noch litt.

Leid? Nun ja, beginnt mit Hashimoto. Deutliche Schilddrüsen-Unterfunktion. Verträgt leider keine Tablette. Geht weiter mit Epstein-Barr-Infektion. Nächtlichen Nervenschmerzen, Krämpfen, kaputtem Immunsystem, Wassereinlagerung und am schlimmsten, ganz typisch, tagsüber NULL ENERGIE. Lebt mit angezogener Handbremse.

Wir hier in Bayern sind in der Regel aus südlicher Richtung inspiriert und beeinflusst. Will sagen: Wir sind ein bisschen sensibler als die zähen, widerstandfähigen Menschen im Norden von Deutschland. Lassen Sie mich das einfach lächelnd konstatieren. Heißt übersetzt: Die Dame litt wirklich.

Schreibt mir 5 Monate später:

„Mein Körper, mein ganzes System schwingt sich gerade neu ein und ich bin sehr dankbar, dass Sie mir einen Weg aus diesem Dilemma, durch Ihre wundervolle Arbeit gezeigt haben.

… Sie bewirken eine Menge … zum ersten Mal in meiner gesundheitlichen Odyssee halte ich DIE Lösung in den Händen und das nach über 20 Jahren intensivster Suche. Das ist doch GIGANTISCH“.

Kann ich nur – ebenfalls dankbar – zur Kenntnis nehmen. Dabei war trotz der verworrenen Ausgangslage ein Erfolg ziemlich sicher zu erwarten. Nehmen wir nur die zwei wichtigsten Defizite:

  • Ein wirklich katastrophales Aminogramm. Selten habe ich so etwas Schlimmes gemessen. Beispielsweise Tryptophan von 18 (statt 80 bis 120).
  • Ein wirklich tiefes Vitamin D von 26. Bei einer nachweislichen Autoimmun-Reaktion (ANA positiv). Sollwert liegt hier bei und über 100 ng/ml.

Immer öfter nenne ich solche Zahlen und Befunde, um Ihnen klar zu machen, dass es auch für Sie Licht am Ende des Tunnels gibt. Falls auch Sie seit über 20 Jahren verzweifeln und keine Hilfe finden.

Hilfe ist messbar!
Hilfe ist daher auch machbar!

Mit jeder Ihrer so wundersamen Heilungsgeschichten (Danke!) wird die Medizin in Deutschland ein bisschen heller und fröhlicher. Inzwischen werden diese News ja von Hunderttausenden in Deutschland regelmäßig gelesen (so sagt man mir).

Und Sie alle verstehen recht gut, dass hier nicht wieder einmal ein ach so kluger Mensch, ein Arzt irgendwelche Sprüche oder Versprechungen von sich gibt, sondern dass hier SIE, SIE der PATIENT, erlebtes und damit sicheres Wissen weitergibt.VORHERIGE NEWS

Parkinson – Diabetes im Gehirn

Artikel .1145 vom 25.10.2021

Diabetiker erkranken dreimal häufiger an Parkinson als Menschen mit einem gesunden Energiestoffwechsel. Daher liegt die Vermutung nahe, dass die beiden Krankheiten einen gemeinsamen Ursprung haben – Insulinresistenz.

Lange Zeit ging man davon aus, dass Insulin hauptsächlich den Energiestoffwechsel reguliert und Zucker aus dem Blut in die Körperzellen transportiert. Mittlerweile weiß man viel mehr. Insulin überwindet die Blut-Hirn-Schranke. Das heißt, das Hormon wird von der Schicht, die das Gehirn vor schädlichen Stoffen schützt, hineingelassen.

Im Gehirn wirkt Insulin direkt auf die Gehirnzellen.

Das Hormon trägt zur Regulierung des Wachstums von Nervenzellen bei und zusammen mit anderen Stoffen, sorgt Insulin für die Funktion der Synapsen. Das sind die Übergänge, an denen Informationen von einer Zelle zur nächsten übertragen werden. Außerdem beeinflusst das Hormon genau die Zellen, die auf Dopamin reagieren. Damit diese wichtigen Prozesse funktionieren, wird im Gehirn Insulin benötigt. Aber eben nicht zu viel!

Diabetes und Insulinresistenz zeigen sich durch hohe Insulinspiegel, die Zellen reagieren aber nicht mehr auf das Hormon. (Insulinresistenz).

Wenn auch Zellen im Gehirn auf Insulin nicht mehr reagieren, verliert das Hormon seine regulierende Wirkung.

Insulin kann dann nicht mehr das WACHSTUM von Nervenzellen steuern, es kann nicht mehr dafür sorgen, dass Synapsen funktionieren und verliert seine positive Wirkung auf Dopamin-sensitive Zellen. Die gehen dann unter. Resultat: Dopaminmangel. Parkinson.

Interessanterweise werden Medikamente, die für die Behandlung von Diabetes entwickelt wurden, inzwischen auch in der Therapie von Parkinsonpatienten getestet. In meinen Augen der typisch verfehlte Ansatz. Warum nicht direkt der Insulinresistenz den Garaus machen? Ist doch so einfach mit No Carb.

Wenn Sie No Carb leben, ist Ihr Insulinspiegel immer zu niedrig. Erwünscht. Die Zellen im Gehirn reagieren ordnungsgemäß auf Insulin und verlieren diese Sensibilität nicht.

Sollten Sie bereits an Parkinson leiden, ist No Carb besonders wichtig. Eine Insulinresistenz bildet sich nämlich zurück. Dann kann das Hormon in Ihrem Gehirn wieder seine positive Wirkung entfalten. Es können sogar neue Gehirnzellen, auch Dopamin-produzierende Zellen, heranwachsen.

Besteht also doch Hoffnung bei Parkinson? Logik und Gefühl sagen mir: JA!

Quelle: Athauda D, Foltynie T. Insulin resistance and Parkinson’s disease: A new target for disease modification?. Prog Neurobiol. 2016;145-146:98-120.

 

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