jüngere Krebspatienten

Immer jüngere Krebspatienten und Stress

06.11.2021  Strunz GmbH  Drucken

Der Zusammenhang von Krebs und psychischem Stress (z. B. Kollege Hamer) wurde lange bestritten. Wer ihn immer noch nicht wahrhaben will, der kennt sich in der Fachliteratur nicht aus.

Die karzinogene Wirkung von Stress sollte unsere Gesellschaft aufrütteln. Tut sie aber nicht. Stattdessen gehört Stress fast zum guten Ton. Viele stehen unter dauerndem Zeitdruck in ihrem Job.

Nach einer Erhebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes gaben 53 Prozent der 6.600 Befragten an, sich häufig gehetzt zu fühlen. 25 Prozent sind der Ansicht, ihre Arbeit sei in der ihnen zur Verfügung stehenden Zeit nicht zu schaffen. Viele reduzieren ihre Pausen oder lassen sie ganz ausfallen. Fast die Hälfte der Befragten glaubt, unter ihren jetzigen Anforderungen ihren Job bis zur Rente nicht durchhalten zu können.

Einige setzen sich selbst unter Druck, im Job wie in der Freizeit oder im Familienleben. Sie haben vollkomme unrealistische Vorstellungen, was sie in der ihnen zur Verfügung stehenden Zeit erledigen können. Sie wollen alle ihre Ideen verwirklichen. Was ihnen natürlich nicht gelingt, sie aber stresst.

Zu viele Menschen sind dauer-gestresst, vor allem zu viele junge Erwachsene.

Gleichzeitig ist zu beobachten, dass die Krebsdiagnosen bei jungen Erwachsenen zwischen 20 und 39 Jahren steigen. Stress erklärt (neben anderen Faktoren) diesen Trend. Ist in meinen Augen Hauptursache. Dauerstress wirkt im Körper auf vielfache Weise.

  • Stress führt zu Schäden an der DNA. DNA-Schäden können zur Entstehung von Krebszellen führen. Längst bekannt.
  • Stress schaltet den Tumorsuppressor p53 aus. Das Protein wird dringend zu Kontrollzwecken gebraucht. Liegen zu viele DNA-Schäden vor, aktiviert der Tumorsuppressor den programmierten Zelltod. Damit wird vermieden, dass sich Krebszellen bilden. Durch Stress funktioniert diese Entsorgung nicht mehr richtig.
  • Stress führt zu chronischen Entzündungsreaktionen. Die schwächen das Immunsystem. Das geschwächte Immunsystem kann daraufhin nicht mehr all die Krebszellen bekämpfen, die sich natürlich ständig bilden.
  • Durch Stress nimmt die Anzahl bestimmter Immunzellen (bekannt, kompliziert) ab, das Immunsystem wird weiter geschwächt.
  • Stress führt zu Entzündungen des Nervengewebes, was das Gefühl von Stress weiter erhöht – ein Teufelskreis.

Nehmen Sie Ihren Dauerstress ernst. Unternehmen Sie etwas dagegen. Anstatt immer mehr zu tun, sollte ein gesunder, ein entspannter Lebensstil das Ziel sein. Wie? Was? Wos is? Meine Güte: Bewegung, Ernährung, Denken – 50 Bücher. Nur für SIE!!!

Zur Erinnerung: Stress ist kein rein psychisches Problem. Fehlen Ihnen Magnesium, Taurin, Tryptophan oder andere essenzielle Stoffe, reagiert Ihr Körper viel eher, viel empfindlicher auf Stress. Ihre Blutwerte verraten mir täglich, wie gestresst Sie sind. Der Klassiker: Das katastrophale Aminogramm.

Quelle: Dai S, Mo Y, Wang Y, et al. Chronic Stress Promotes Cancer Development. Front Oncol. 2020;10:1492.VORHERIGE NEWSZURÜCK ZUR ÜBERSICHT

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