Die „jahrelangen Schmerzen“

Messen lohnt sich.

01.04.2022

 Strunz GmbH

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Ist die Zusammenfassung eines 2-seitigen Briefes von heute. Eindrucksvoll dokumentiert von einer jungen Dame. Die – gar nicht selbstverständlich – im letzten Satz sich sogar sehr liebenswert in die Gedankenwelt ihres behandelnden Arztes, gemeint bin ich, hineinversetzt. Darf ich?

“Bekannt war Hashimoto und Klimakterium. Gelitten habe ich am meisten unter starken Hitzeanfällen und Beklemmungen und Resignationsgefühlen, die ich in der Form aus meinem Leben nicht kannte. Zudem machte mir schlechter Schlaf und Gewichtszunahme zu schaffen.“

Dafür hat die Dame das Rauchen aufgehört, sich low carb ernährt, auf Gluten verzichtet. Hat Ausdauertraining und Kraftsport aufgenommen, aber dennoch leider, leider zugenommen. Weiter im Text:

„Ich bin fast auf dem Zahnfleisch gegangen, was meine Energie anbelangte, und habe doch kein bisschen abgenommen.

Leider war es ein Fehler, nicht früher zu Ihnen in die Praxis zu kommen.

Es ist eben eine Tatsache, dass man messen muss, um individuell zu bestimmen. Das sagen Sie ja auch klar und deutlich immer wieder.“

Nicht unbedingt. Selbstverständlich kann man erst selbst probieren, testen. Kann mit dem Laufen beginnen, sich low carb ernähren. NEMs ausprobieren. Wenn man Erfolg hat … was will man mehr. Wenn nicht …, kann man immer noch messen. Hat die Dame ja getan. RESULTAT?

„Die Schlafstörungen sind komplett weg. Ich bin morgens fit und aktiv. Ich habe Zuversicht und das in der übelsten Zeit, die ich jemals erlebt habe!

Keine Erkältung/Grippe oder gar Corona. Tatsächlich habe ich sehr viel mehr Abstand und Souveränität. Die Hitzeanfälle sind erträglicher und ohne Beklemmung oder leichte Panikgefühle. Das ist ein hoher Gewinn an Lebensqualität.“

Wegen Energiemangels joggt sie leider nur ein bis zwei Mal die Woche. Kommt wegen Corona nicht ins Fitnessstudio. Deshalb:

„Leider kann ich vermutlich deshalb noch keinen Erfolg in Sachen Gewicht erzielen. Ich würde gerne noch fünf Kilogramm verlieren. No carb schaffe ich (noch) nicht.“

Alles verständlich und leicht mitfühlbar.

Und dann kommen die zwei Sätze die mir den heutigen Tag zum Sonnentag werden lassen. Meine Seele ist genauso empfindlich und empfänglich wie die Ihre.

„Ich möchte Ihnen auf jeden Fall von Herzen danken und es war mir eine Ehre, Sie kennengelernt zu haben. Sie sind ein sehr sympathischer Arzt und Mensch und ich bewundere es, wie Sie trotz Ihres schweren Unfalls und jahrelangen Schmerzen Ihren Patienten beistehen.“

Kann auch ich mich nur „von Herzen bedanken“. Das Bitter-süße daran: Die „jahrelangen Schmerzen“ sind jetzt schon über 16 Jahre Teil meines Lebens, meiner Tage, besonders meiner Nächte.

Kennen Sie das Lied von R.E.M „everybody hurts…“? Seelenklänge. Beruhen leider auf dem kleinen Wörtchen „sometimes“. Wenn Sie dieses Wörtchen durch „forever“ ersetzen, bekommen Sie einen kurzen Augenblick Einblick in mein Seelchen. Fällt mir übrigens lächelnd ein, dass „forever“ seit 32 Jahren mein Mantra geworden ist. Das habe ich jetzt davon ….

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