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Die Deutschen werden weiterhin Kohlenhydrat-gemästet

Die DGE: Sensationelle Enthüllung.

25.04.2017

Die Einschläge kommen immer näher. Kritik an der DGE kommt jetzt sogar im Deutschen Ärzteblatt (DÄ), dem offiziellen Standesorgan deutscher Ärzte. Stock-konservativ.

Zitiert (!) werden hier zwei Fachfrauen für Ernährung, die in einem offenen Brief an die DGE-Präsidentin appellieren. Freilich… Der übliche sanfte Appell, aber immerhin:

„Die primär-präventiven Empfehlungen zur Nährwertrelation anhand aktueller Studien sollten ausgeweitet werden. Denn diese seien ausschließlich für gesunde Menschen konzipiert, was nicht dem Großteil der Schulungsklientel entspreche, heißt es in der Petition.“

Falls Sie dieses Wort-Gewurstel verstanden haben sollten… über unsere heilige Pflicht als Ärzte, Patienten in ihrer eigenen Sprache, also deutsch anzusprechen, hatte ich ja schon räsoniert. Aber falls … dann lesen Sie hier, was die zwei Fachfrauen meinen.

„Viele Menschen, die bei Präventivkursen mitmachen, weisen Fettstoffwechselstörungen auf. Hier müssten evidenzbasiert ganz andere Nährstoffrelationen angeraten werden…“

„Angebracht wären etwa 20% Eiweiß, 40% Fett und nur 40% Kohlenhydrate.“

NUR. Verstehen Sie diese NUR? 40% Kohlenhydrate? Es wird sich also nichts ändern. Auch nicht nach dieser Petition. Die Deutschen werden weiterhin Kohlenhydrat-gemästet. Wenn 40% schon als neues, kaum erreichbares Ziel hingestellt wird…

Sie unterschätzen die DGE. Sie unterschätzen auch die neue Präsidentin (News vom 15.03.2017). Die sagt nämlich wörtlich:

„Die Kommentare würden deutlich machen, dass die Empfehlungen der DGE entweder falsch verstanden oder falsch angewendet würden.“

Sagt sie wörtlich. Wirklich. Tatsächlich. Ganz offiziell. Wir verstehen die falsch oder wenden die falsch an, die Empfehlungen, 60% Kohlenhydrate zu essen.

Noch so ein Schmankerl? Wie man sich nach Jahrzehnten aus der Verantwortung durch die Hintertür hinausschlängelt? Wunderhübsches Zitat von der zuständigen Fachfrau, Dr. oec. troph. Ute Breme:

„… betont auf Nachfrage des DÄ, dass sich die DGE-Empfehlungen an Gesunde richten. Für einen Großteil der Bevölkerung sind sie folglich obsolet: …“

Ach was. Würde Loriot jetzt sagen. Und so herrlich mimisch zurückschrecken. Ach wie. Ach was. 60% Kohlenhydrate richtet sich nur an Gesunde? Mit welchem Zweck? Damit auch die krank werden und dann „zum Großteil der Bevölkerung“ hinüberwechseln?

Ich dachte Fasching, sei bereits vorbei. Aber meinen Spaß hatte ich trotzdem mit diesem Artikel.

Übrigens: Selbstverständlich wird sich nichts ändern. Natürlich nicht.

Quelle: DÄ, Heft 6, 10.02.2017

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… Rheuma, Leinöl und Quark

 

Rheuma, Leinöl und Quark

Artikel #862 vom 24.04.2017

Curcuma gehört auch noch dazu. Zu dieser hochinteressanten kleinen Story von der Dame mit echtem Rheuma. Laborchemisch nachgewiesen. Im Rheumazentrum Ruhrgebiet. Was wurde unternommen?

  • Selbstverständlich Cortison gegeben. Selbstverständlich mit Erfolg.
  • Genauso selbstverständlich Methotrexat empfohlen. Von der Patientin (noch) abgelehnt.

Denn dieses Rheumazentrum war im Arztbrief so ehrlich, auf mögliche Nebenwirkungen hinzuweisen, die da wären:

  • Exanthem, Stomatitis, gastrointestinale Symptome
  • Fieber, Luftnot, Husten, Blutungen

Aaah ja. Wenn man ein Rheumazentrum ist, wenn man viele hundert Patienten mit MTX betreut, werden unausweichlich diese ja wohl auch tödlichen Nebenwirkungen auftreten. Das ist der Preis, den die Schulmedizin von ihren Patienten fordert: Den möglichen Tod.

Den die Patientin aber nicht zahlen wollte. Wissen Sie, was die getan hat? Die hat sich mit

  • Leinöl, Quark, Curcuma

geheilt. Geheilt hieß: Die Schmerzen waren weg. Und ein zweiter Arztbrief in einer rheumatologischen  Schwerpunktpraxis ein Jahr später bescheinigte:

„Ein 2015 vermutetes (!) Rheuma konnte nicht bestätigt werden – keine aktiven Gelenkentzündungen!“

Da hat also eine Patientin mit Hilfe von Frau Dr. Dr. Budwig (sollten Sie wirklich kennen!), also mit Leinöl und Quark dem Körper sämtliche Kohlenhydrate entzogen, damit Entzündung im Blut minimiert und damit Rheuma-Beschwerden zum Verschwinden gebracht.

Weshalb ruft das niemand laut? Weshalb wissen das diese Rheumazentren nicht? Weshalb beglücken die unverdrossen ihre Patienten mit Cortison und MTX?

Für mich hat diese Frage die gleiche Qualität wie: Weshalb schießen wir Menschen uns in Syrien gegenseitig tot? Ich meine: Ein Teil des Volkes – den anderen Teil?

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Das „Rheuma“ an sich ist selbstverständlich nicht weg. Lauert weiterhin im Körper. Macht man jetzt die gleichen Fehler wie vorher (Kohlenhydrate etc.), würde es wahrscheinlich wieder ausbrechen. Gibt es hier eine weiterführende Lösung? Eine endgültige Abhilfe?

Ich glaube schon. Mein Glaube beruht auf Messung. Denn gemessen habe ich bei dieser Patientin – neben vielen, vielen anständigen Laborparametern – ein Aminogramm, das absolut nur aus Schwachstellen und Defiziten bestand. Ein dramatischer Befund.

Heißt in meiner Sprache, dass die Patientin ihren guten Zustand – frei von Rheumaschmerzen – stabilisieren könnte durch Optimierung ihres Aminogrammes. Dann auch mit Diätsünden fertig würde. Sie müsste nicht weiterhin nur sich von Leinöl und Quark ernähren.

Ist das nicht ein hoffnungsfroher Gedanke?

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Glücklich und frei

24.04.2017

Ziel erreicht. Sehr viel mehr dürfen Sie von Ihrem Leben nicht erwarten. So eine junge Dame, die sich ein paar Wochen vorher freilich völlig anders vorgestellt hatte.

Sie sei verzweifelt. Sie sei „müde vom vorangegangenen Ärzte-Marathon“, kurzatmig beim Sport, ständig müde, brüchige Fingernägel, Haarausfall. Außerdem täglich Panikattacken, das Gefühl „rasant zu altern“, Verlust an Lebensglück und Frohsinn.

Ein düsteres Bild. Ein häufiges Bild. Wie viel Millionen Deutsche werden hier beschrieben, einschließlich des … Ärzte-Marathons?

Erneut, bitte bitte: Was erwarten Sie? Das System Schulmedizin ist nun einmal anders aufgebaut. Bleiben wir fair.

Das war vorher. Jetzt kommt nachher:

„Ein paar Wochen später mit der empfohlenen Einnahme:

  • meine Selbstsicherheit kehrt zurück
  • ich kann wieder kleine Strecken Laufen, ohne mich wochenlang regenerieren zu müssen
  • ich kann mein Leben wieder selbst bestimmen
  • meine Gedanken sind wieder klar, lassen sich fassen und ordnen
  • mehr Energie, kaum noch plötzlich auftretende Müdigkeitsattacken
  • meine Lebensfreude kehrt langsam (wenn auch noch filmrissartig) zurück
  • mein Mann leidet nicht mehr unter meinen Gemütsschwankungen – ja auch an das Umfeld sollte gedacht werden

    Kurz gesagt: ich fühle mich wieder glücklich und frei!“

Der Weg war, so lesen wir weiter, „allerdings mühselig“. Sie hätte die Suche nach einem Arzt aufgegeben… Am meisten frustriert hätte sie, „dass die Ärzte meinen Erfahrungen nicht glauben, keine Zusammenhänge sehen wollen, und stur ihren konventionellen Behandlungsweisen folgen. Eigenantwort sei hier anscheinend nicht gewünscht“.

Aber genau darum geht es, wie Sie immer und immer wieder lernen: Sie sind selbst verantwortlich. Sie müssen Ihr Leben, Ihre Gesundheit in die eigenen Hände nehmen. Ich kann Sie nur anstupsen. Heißt ganz praktisch: Blutwerte müssen kontrolliert werden. Einverstanden. Und wenn Sie keinen Arzt finden, dann gibt es Labors. Laborärzte. Dienstleistungsbetriebe. Die selbstverständlich für Sie da sind.

Weshalb sind Sie darauf noch nicht gekommen?

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Der übliche Haarausfall zum Winter hin

Haare sind eine Warnlampe

22.04.2017

Es gibt keine eigenständige, isolierte Krankheit. Das gilt auch für sogenannte Kleinigkeiten. Es kann nicht sein, dass Ihre Haare ausfallen, dass Ihre Nägel splittrig sind, dass Warzen wachsen, dass Sie ein Ekzem bekommen… bei gesundem Körper. Das Ganze funktioniert genau anders herum: Erst stimmt etwas in Ihrem gesamten Körper nicht, dann merken Sie das an bestimmten „Schwachstellen“. Sie bekommen z.B. häufiger Grippe, oder der Ischias plagt Sie vermehrt… für mich alles nur Warnleuchten.

Daher die Blutanalyse. Wir versuchen, möglichst den gesamten Körper biochemisch zu erfassen und zu analysieren. Versuchen hier, Ordnung zu schaffen und

    … Sie sind in der Regel verblüfft.

Über den unerwarteten Erfolg, über Heilung von Molesten, die Sie mir gar nicht genannt haben. Ein typisches Beispiel der heutige Brief. Wieder so ein kleines (besser gesagt: großes) Wunder:

Stellt sich vor eine junge Dame mit splittrigen, häufig ausfallenden Haaren, splittrigen Fingernägeln. Das Ganze schon über 15 Jahre. Sie sei „von Arzt zu Arzt“ gewandert. Hätte besonders „die letzten drei Jahre mit einer reinen Arzt-Odyssee vergeudet“. Auch ich bin Arzt. Nur: Ich hab’s leicht. Ich rätsele nicht, ich messe. Dann weiß ich. Und kann handeln. Resultat?

  • „Der übliche Haarausfall zum Winter hin blieb aus. Nicht nur das, meine Haare wachsen auch wieder. Selbst meine Fingernägel wachsen wieder – auch wenn Sie noch immer wieder absplittern.“

Ziel fast erreicht. Haare und Fingernägel. Das war die Warnlampe. Für mich ein Zeichen, dass tief drin, im ganzen Körper etwas nicht stimmt. Und prompt kommen weitere Erfolgsmeldungen:

  • „Die Haut ist zur Zeit wunderbar – ohne Entzündungen, Rötungen, Jucken!“
  • „Auch viele andere merkwürdige Symptome wie: Augenlid-Zucken, Muskelschmerzen, Kraftlosigkeit, Krämpfe in den Beinen, kalte Füße, eingeschlafene Hände gehören der Vergangenheit an.“
  • „Ich fühle mich so gut wie lange nicht mehr – voller Energie, bin nicht mehr dauernd müde und schlapp und im Alltag nicht mehr so gereizt….“

Verstanden? Es gibt nicht „ein krankes Körperteil“. Sie dürfen ein Ekzem oder eine Warze sehr wohl als Warnlampe verstehen. Im ganzen Körper stimmt etwas nicht. Und wenn Sie nicht rundum eingreifen, bleibt alles Stückwerk, sind Sie enttäuscht. Und es kommt zur „reinen Arzt-Odyssee“.

Noch ein paar Sätze aus dem Brief, die zeigen, dass Bücher pädagogisch wirken können:

  • „Seitdem ich Ihre Bücher lese, glaube ich immer mehr, dass man von vielen Medien, Zeitschriften und Ärzten in vielen Behauptungen nur noch belogen wird – eigentlich nur noch traurig! Und schmunzeln musste ich, als ich in Ihrem Buch gelesen habe, dass immer mehr Berichte erscheinen, in welchem Vitamine, Mineralien usw. schlecht gemacht werden. Genau diesen Morgen las ich auf der Internet-Seite, dass zu viel Magnesium gesundheitsschädlich wäre – passte!

Ach ja. Zu viel Magnesium scheidet die Niere und Ihr Darm zuverlässig aus. Als ob Sie das nicht alle genau wüssten, weil Sie es ja erfahren haben.

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Antibiotika die schlimmste Erfindung in der Medizingeschichte

Die zwölf Bakterien

21.04.2017

Gerne würde ich Ihnen ja einmal ein ganzes Buch voll schreiben über den Gedanken, dass Antibiotika die schlimmste Erfindung in der Medizingeschichte waren. Genauer: nur zu 5% Segen, zu 95% Unheil sind. Da müsste ich allerdings weit, weit ausholen, von Selbstverantwortung, vom körpereigenen Immunsystem und der Unkenntnis der Universitäten darüber, wie man das Immunsystem steigert usw. sprechen.

Den heutigen Anstoß gibt mir ein Zeitungsbericht „Deutschland und die zwölf Bakterien“. Glücklicher Titel. Da erfahre auch ich, dass die WHO soeben eine Liste mit den zwölf gefährlichsten Bakterien erstellt hat. Eine Art „Abschussliste“.

  • Ganz typisch. Zitat: „Die Hoffnung ist, dass Staaten, die Stiftungen und Unternehmen mehr Geld locker machen, damit Arzneien gegen die Keime entwickelt werden“.

Hatten wir das nicht schon einmal? Dieses „gegen“? Diesen ständigen Kampf? Gegen die Franzosen, gegen die Russen, gegen den Taliban, gegen den IS… diesen ständigen Kampf? Ganz offensichtlich sinnlos, aber mit großer Lust und Freude geführt. In vielen Dokumenten nachzufühlen.

So natürlich auch in der Medizin. Es sind die gleichen Menschen, die gleichen Verhaltensweisen. Hier wird gekämpft.

Leise Zweifel freilich kommen auf. Wir kennen ja inzwischen MRSAR Erreger. Also Keime, die auf kein Antibiotikum mehr ansprechen. Die tödlich sind. Und die exponentiell zunehmen in der heutigen Welt. Besonders in den Krankenhäusern, wo sie bei geschwächten Körpern leichtes Spiel haben. Dort, wieder Zitat „vermehren sich die multiresistenten Erreger wie verrückt“.

Langsam dämmert uns, dass es mit dem Antibiotikum möglicherweise eben nicht getan ist. Dass das manchmal die Nothilfe ist (einverstanden), aber eben nicht, wie praktiziert, eine Alltagsmedizin. Mehrmals jährlich eingesetzt.

Dennoch: Heute, April 2017, denken wir immer noch im alten Schema (siehe IS). Ich zitiere:

  • die Bundesregierung steckt übrigen auch hinter der Idee mit der Zwölfer-Liste
  • hat solchen Erregern den Kampf mit der intensiven Suche nach Impfstoffen angesagt
  • die Kanzlerin hat die Antibiotikaresistenz auf die Tagesordnung von G20 und davor G7 gesetzt

und jetzt kommt’s. Wie so typisch:

  • dazu finden immer wieder Vorgespräche, Fachgespräche, Fachpolitiker-Gespräche, Staatslenker-Gespräche statt.

Genau. Gespräche. Bloß nix tun. Tun? Fangen Sie doch einfach mit Vitaminen an. Multivitamine. Gehen Sie einen Schritt weiter mit der Bedeutung von Eiweiß für das Immunsystem. Denn: das Immunsystem besteht ausschließlich aus Eiweiß. Ausschließlich! Wie hoch ist Ihr Eiweißspiegel? Na, Sehen Sie.

Und berücksichtigen Sie Frau Professor Pert: 70% des Immunsystemes wird von Stress gesteuert. Meist negativ.

Genügen würde schon der Beginn mit Vitaminen. Multivitamine für jeden Deutschen. So wie Aspirin oder Statine oder Betablocker oder Chemotherapie. Dafür ist das Geld schließlich auch da.

Merke: Ein Reh schluckt kein Penicillin. Das lebt einfach so. Wie schafft das Reh das?

Wenn Sie diese Frage beantworten können, haben Sie persönlich gewonnen. Was Ihre Gesundheit betrifft.

Noch einmal ganz langsam: Es geht eben nicht um Antibiotika. Es geht, einen Schritt vorher, um das kompetente Immunsystem. Dann nämlich sind Keime hilflos. Dann brauchen wir Antibiotika höchstens, allerhöchstens im Notfall (5%).

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Lässt den Muskel schneller wachsen

Eiweiß macht Diabetes?

20.04.2017

Doch, doch, wird behauptet. Sogar von Ärzten. Ich hatte Ihnen ja einmal über den berühmten Doktor Jakob berichtet (News vom 21.10.2015). Es wird zwar auf der ganzen Welt nicht einen einzigen Menschen geben, an dem man bewiesen hat, dass „nur Eiweißpulver“, also reines Eiweiß Diabetes erzeugt hätte, aber behaupten kann man ja viel.

Seit ich mir vor der US-Wahl ziemlich viele Artikel über die Kandidaten durchgelesen habe…. weiß ich das ganz genau: behaupten kann man viel. Entschuldigen muss man sich – wenn dann widerlegt – natürlich nicht. Natürlich.

Wie kommt man nun zu der Behauptung, dass Eiweiß gefährlich wird für den Zuckerstoffwechsel? Weil Eiweiß Insulin stimuliert. Insulin steigt an nach einer Protein-Mahlzeit, genau wie nach einer Kohlenhydrat-Mahlzeit. Nur… da erwacht wieder der Wissenschaftler: wie viel? Was heißt das gemessen? Welche Zahl?

Und genau hier trennt sich der Schwätzer vom Wissenschaftler. Typischerweise steigt Insulin an

  • nach Kohlenhydraten: auf 6000 pg/ml
  • nach Eiweiß: auf 1000 pg/ml

 

Kleiner Unterschied? Ja. Kleiner Unterschied. Die Geschichte wird noch viel interessanter, wenn man den Zucker dazu misst und dann auch das Glukagon, den exakten Gegenspieler vom Insulin. Das würde ich Ihnen gerne einmal zeigen. Zitiert aus ANIMAL PHYSIOLOGY von Hill.

Kohlenhydrate:
Eiweiß:

News Eiweiß macht Diabetes?

Interessant. Nach Kohlenhydraten steigt der Zucker auf 140, nach Eiweißpulver steigt er von 90 auf 92.

 

Soviel zu dem Satz im Forum: Eiweißpulver lässt meinen Blutzuckerspiegel steigen. Frag ich immer: bei wem? Wie viel wiegen Sie? Wie viel Körperfett haben Sie? Wie viel bewegen Sie sich täglich? Usw. Interessant auch das Glukagon, der Gegenspieler vom Insulin. Glukagon lässt den Blutzucker ansteigen. Und steigt tatsächlich rasch an nach Eiweiß. Wissen Sie warum?

Weil das bisschen Insulin, was nach einer Fleischmahlzeit tatsächlich ansteigt, den Blutzucker ein bisschen senken würde. Wenn nun ein Mensch nur vom Fleisch lebt (gibt es), hätte der Probleme mit seinem Gehirn. Mit seine roten Blutkörperchen. Mit seinen Nervenzellen. Die ja wirklich immer ein bisschen Zucker brauchen.

Drum das Glukagon. Das setzt nämlich aus den Glykogenspeicher in der Leber nach einer Eiweiß-Mahlzeit ein bisschen Zucker frei. Zumindest verhindert es den Blutzucker-Abfall. Das ist schon was. Sie sehen: der Körper ist schon sehr raffiniert.

Und weshalb steigt jetzt Insulin an nach einer reinen Eiweiß-Mahlzeit, nach Eiweißpulver? Weil Insulin noch eine zweite raffinierte Funktion hat, die jeder Bodybuilder kennt: Insulin baut die gegessenen Aminosäuren in die Muskelzellen ein. Lässt den Muskel schneller wachsen. Deshalb gilt die Insulinspritze übrigens als Doping. Völlig zu recht.

Für den Nörgler im Hintergrund, dessen Blutzucker ja tatsächlich auf 110 ansteigt nach Eiweißpulver kleine Anregung: Vielleicht steigt bei ihm das Insulin ein bisschen weniger an (Insulinresistenz, also Magnesiummangel, Zinkmangel etc.) und steigt gleichzeitig das Glukagon ein bisschen stärker an. Soll es ja geben. Dann hat er einen ein bisschen höheren Blutzucker von 110 mg%.

Nur: hat mit Diabetes nun wirklich nichts zu tun.

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Die richtige Dosis

Vitamin K: Die richtige Dosis

19.04.2017

Unbekannt. Denn wie definieren Sie „richtig“? Worauf bezogen? Beispiel:

  • Vitamin C, 50mg, schützt Sie zuverlässig vor Skorbut. Ein bisschen Sauerkraut, eine Zitrone, etwas Seetang tun´s auch.
  • Nicht schützen 50mg Vitamin C vor Viren. Wissen Sie, wenn Sie Ihre Grippe abkürzen mit Vitamin C im 10g-Bereich.
  • Und schon gar nicht schützt Vitamin C, 50mg, vor Krebszellen. Erst infundierte Dosen von 30g oder 60g töten Krebszellen nachweislich ab (News vom 07.09.2011)

Was lernen wir? Wenn Sie über die Dosis, über die richtige Dosis eines Vitamines sprechen, müssen Sie dazu sagen, von welcher Wirkung Sie gerade sprechen. Und Vitamine als essentiellen Stoffe (alle nobelpreiswürdig) haben selbstverständlich viele Funktionen im Körper. So auch Vitamin K.

Vitamin K1 kümmert sich in erster Linie um Ihre Blutgerinnung. Es aktiviert die nötigen Gerinnungsfaktoren.

Vitamin K2 scheint besonders wichtig bei der Kalzium-Verteilung im Körper: Verhindert die Ablagerung in den Blutgefäßen, verstärkt die Kalzium-Einlagerung im Knochen. Höchst erwünscht.

Beide wirken aber auch auf die gleichen Systeme, wenn auch verschieden stark. Bitte nachlesen in News „Vitamin K – Wieder so ein Wunder“.

Nachdem sich in letzter Zeit verstärkt Vitamin K2 als besonders wichtig für den Menschen herauskristallisiert, weil es nicht nur den Herzinfarkt, sondern auch Diabetes oder Krebs unerwartet stark beeinflusst, beschäftigen auch wir in der Praxis uns zunehmend mit Vitamin K2.

Wissend, dass Sie einen tiefen Vitamin K-Wert im Blut besonders leicht mit Vitamin K2, und hier der Untergruppe MK7 anheben können.

K2 gibt es in mehreren Formen. Für uns wichtig MK4 und MK7. Nachdem MK4 nur eine Halbwertszeit von einer Stunde, MK7 aber eine Halbwertszeit von 3 Tagen hat, also deutlich länger im Körper verweilt, konzentrieren wir uns in Zukunft also auf die MK7-Form von Vitamin K2.

In welcher Dosis?

Wurde kürzlich an der Uni Maastricht ausprobiert. Die haben gegeben MK7 in steigender Dosis, nämlich

    0, 10, 20, 45, 90, 180, 360 Mikrogramm pro Tag über 12 Wochen.

Ergebnis: Ab 90 μg/pro Tag misst man einen verbesserten Kalziumanbau im Knochen, eine Behinderung von Kalziumeinbau in der Gefäßwand. Genau die erwünschten Effekte.

Soeben abgeschlossen wurde eine Placebo-kontrollierte Interventionsstudie über 3 Jahre mit 180 μg/pro Tag MK7. Ergebnis:

  • Signifikanter Schutz von Wirbel-Hüftknochen (gegen Fraktur).
  • Stopp der altersbedingten Arterienversteifung (die bei der Placebogruppe messbar war).
  • Wichtig: Die Blutgerinnung wurde von dieser Dosis MK7 nicht beeinflusst. Darf auch nicht sein.

FAZIT: In meiner Praxis werden 200 μg Vitamin K2 verschrieben. Wir scheinen damit nicht ganz falsch zu liegen.

Natürlich ist mir klar, dass in Japan auch 45.000 μg/pro Tag gegen Osteoporose verschrieben werden. Bedeutet für mich: Die Sicherheitsspanne ist sehr groß.

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Beschwerden im Darm

Nur ein Reizdarm

Artikel #860 vom 17.04.2017

Der Reizdarm, das Colon irritabile, war wohl die häufigste Diagnose in meiner Zeit an der medizinischen Universitätsklinik Erlangen. Viele von Ihnen leiden daran. Wie man zu solch einer Diagnose kommt? Einfach:

  • Sie haben Bauchschmerzen, unregelmäßigen Stuhlgang, Blähungen.
  • Dummerweise ist Blutbild, Ultraschall, Gastroskopie, Koloskopie völlig unauffällig.

Also hat man Ihnen – höflich – gesagt: Ihr Darm spinnt. Und hat versucht ihn zu beruhigen. Hat meines Wissens in tausenden von Fällen nie geklappt. Aber nun ja… das ist Schulmedizin.

Lassen wir doch einmal eine Patientin zu Wort kommen, nur um das Problem – und dann die Lösung! – einzukreisen:

  • Blähungen, starkes Aufstoßen
  • Druck und Völlegefühl
  • sehr starke Druckempfindlichkeit, sensible Bauchnerven
  • sehr starke Darmmotorik (Mit Hand spürbar und deutlich hörbar)
  • sehr häufig Schlafunterbrechungen durch Bauchschmerzen
  • in den Morgenstunden bis zu 3x Stuhlgang (Konsistenz oft flockig und hell), immer verbunden mit Bauchkrämpfen davor, Unwohlsein und körperlicher Schwäche danach, seltener Verstopfung
  • Wahrnehmung eines Wundgefühls, das Gefühl als scheuert „etwas“ von innen an meiner Bauchwand, besonders spürbar in der Bewegung
  • manchmal brennendem Schmerz mehr im Oberbauch

Im Lauf der Jahre nahmen Intensität und Dauer der schmerzhaften Schübe stetig zu bis hin zu Dauerbauchschmerz über mehrere Wochen.

Das also war „nur ein Reizdarm“, wie an der Universitätsklinik formuliert. Das „nur“ sollte man kurz bedenken. Und was wurde in diesem Fall getan?

Medikamente Schmerztherapie Präparate/Infusionen
Pantoprazol, Omeprazol
Iberogast/Gastrovegetalin
Pangrol 25000
Duspatal 135 mg
Abdomilon
Ardeycholan/Ardeyhapan
Gallen und Lebertherapeutika)
Legalon
Dekistrol 20000 I.E.
Lefax
Carmenthin (Pfefferminz- und Kümmelöl)
Myrrhinil-Intest
Kamille/Myrrhe/Kaffee-Kohle)
Buscopan plus (Zäpfchen Tabletten), Naproxen
Novalgin (Novaminsulfon-Tropfen), tlw. kombiniert
mit Tramadol-Tropfen
MCP-Tropfen (vom Markt)
Paveriwern-Tropfen (WS: Schlafmohn)
Opipramol
Amitriptylin-neuraxpharm
Prednisolon 50/25mg
Procain-Basen-Infusion
Plexus coelias GI D 15
Chamomilla Cupro culta
Dectum D 3 (Tropfen)
Spascupreel
Digestodoron
sehr komplexe hömöopathische Mittel
Eigenblutbehandlung

Geholfen hat leider nichts. Die Patientin wurde selbstverständlich immer mehr zur Medizinerin. Hat sich genau beobachtet:

  • kein direkter unmittelbarer Zusammenhang von Nahrungsaufnahme
  • kein Zusammenhang mit Stressfaktoren und psychischer Belastung
  • keine Besserung durch glutenfreie Kost

Was Sie hier lesen, findet sich häufig, sehr häufig in Deutschland. Abhilfe? Keine. Natürlich nicht. Anzubieten hätte ich zwei Gedanken:

  • Beschwerden im Darm müssen (!!) mit der Ernährung zusammenhängen. Es gibt ein Nahrungsmittel, dass stets und immer von jedem vertragen wird: Man selbst. Wenn Sie den menschlichen Körper verzehren würden, hätten Sie keine Schwierigkeiten. Heißt übersetzt: Fleisch.
    Ich muss Ihnen von den entsprechenden Experimenten, von den fleischfressenden Völkern jetzt nichts erzählen. Sie könnten ja testen. Erinnern darf ich an eine bekannte Persönlichkeit, die täglich rohe Leber isst. Aus gutem Grund!
  • Denken Sie an die Neurologin Dr. Shetreat-Klein. Wir haben unsere Nahrung kaputt gemacht. Wir essen täglich Antibiotika, chemische Zusatzstoffe, Insektenvertilgungsmittel usw. Und wundern uns über kaputte Därme.
    Meine Erkenntnis: Gibt man den Körper alle nötigen Moleküle, baut er auch die Darmschleimhaut neu auf. So habe ich Wunderheilung schon nach einfachem Omega 3, 6g täglich, erlebt.

Spannend! Wenn wir in diesem Fall helfen könnten…!

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Der sechsmalige IRONMAN-Weltmeister

17.04.2017

…Mark Allen sprach kürzlich über seine Ernährung. Mark Allen ist einer meiner Heroen. Er hat 1989 in einem Titanen-Kampf (angeblich der dramatischste sportliche Wettkampf aller Zeiten) den damaligen sechsfachen Weltmeister Dave Scott, den Sagenumwitterten, entthront. Diesen Wettkampf durfte ich damals live miterleben. Genau 3 km vor dem Ziel, als der eine den anderen schlussendlich abhängte.

Mark Allen hat für sein nachweislich Höchstleistungsessen den Begriff

GELÜSTEBASIERT
geschaffen. Sagt eigentlich alles. Wörtlich:

    „Ich habe gelüstebasiert gegessen und zwar Lebensmittel, die das lieferten, was ich gerade zu brauchen schien, anstatt zu versuchen, einem Plan zu folgen.“ Und weiter geht’s:

„Wie hat sich diese Ernährungsweise entwickelt?

      Ich habe 1982 mit Triathlon angefangen, einer Zeit, als eine der am weitesten verbreiteten Ernährungslehren auf eine Kohlenhydratzufuhr, wenig Eiweiß und noch weniger Fett pochte. Ich habe das

genau einen Tag lang

      ausprobiert und wusste, dass mein Körper etwas ganz anderes brauchte. Er verlangte nach

Protein

    . Er verlangte nach guten Fetten, Lachs und Nahrungsmitteln mit hoher Energiedichte und vielen Ballaststoffen. Mein Frühstück bestand nicht aus einem Pfannkuchen. Er konnte ein Teil davon sein, aber als Basis mussten Eier, Tortillas, Avocado und Bohnen her.
    Dieser Ansatz hat für mich gut funktioniert. Ich schien weniger als meine Profi-Kollegen zu essen, die sich bei den Haupt-Nahrungsquellen, von denen sich die Menschheit seit Jahrhunderten ernährte, stark einschränkten. Ich vermied es aber auch, Produkte zu essen, die ich als „Geschmacksbetrüger“ bezeichne, da sie schlicht leere Kalorien waren. Sie schmeckten toll, aber lieferten keine Energie, sondern nahmen nur wertvollen Platz in meinem Magen ein. Ein „Geschmacksbetrüger“ ist zum Beispiel eine Tüte Chips mit Barbecue-Geschmack. Echter Geschmack entsteht durch natürliche Gewürze, zum Beispiel bei einer hausgemachten Soße oder bei roten Linsen mit Currypulver, geschnittenem Sellerie und Tomaten.

Ganz offensichtlich hat Mark Allen viel über das Essen nachgedacht. Weil ein sechsfacher Weltmeister, noch dazu auf der Langdistanz (über 8 Stunden) oft genug in Not gerät und so im Laufe der Jahre ein außerordentlich exaktes Körpergefühl entwickelt. Wir Normalmenschen können da gar nicht mitreden. Besonders eingängig auch die folgenden Gedanken:

    „Hunger entsteht, wenn wir Makronährstoffe, also Proteine, Fette und Kohlenhydrate brauchen. Und auch, wenn wir Mikronährstoffe wie Vitamine, Mineralien und Spurenelemente brauchen, diese komplexen Bestandteile natürlicher Nahrung, die nur sehr schwer künstlich herzustellen sind. Wenn beide in jeder Mahlzeit steckten, brauchte ich nicht viel zu essen, um satt zu sein. Wenn etwas, nach dem mein Körper verlangte, nicht in einer Mahlzeit steckte, konnte ich essen so viel ich wollte, ich würde mich nicht satt fühlen und einfach immer weiter essen.“

Erklärt zwanglos, weshalb nicht nur die USA, sondern auch Deutschland immer dicker wird. Da nützt gutes Zureden gar nicht. Der Körper hat eingebaute, hochempfindliche Messgeräte, die uns befehlen, so lange zu essen, bis z.B. genügend Phosphor oder genügend Magnesium oder genügend Tryptophan angekommen ist. Und wenn Sie „leere“ Nahrung zu sich nehmen, wie Sie sie in jedem Kaufhaus bekommen, dann essen Sie und essen Sie und essen Sie… Resultat? Gucken Sie sich Ihren Nachbarn an. Oder fliegen Sie mal Air Berlin. Ich kann es nicht mehr.