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zum höchsten Punkt Deutschlands

Mein Deutschland-Lauf

25.06.2017

Von der wundersamen Verwandlung des Brüderleins meiner kleinen Wunderfrau, einer Verwandlung vom verfetteten Siemens-Direktor mit Asthma hin zum vollberuflichen Ausdauerläufer (160 Marathons und Ultras) hatte ich ja einmal kurz erzählt.

Solche Verwandlungen gibt es öfter, als Sie glauben. Die Verwandlung vom gedankenlosen, lebensunkundigen Sitzrobotern zum energiegeladenen, fröhlich hüpfenden Kind auch mit 50 Jahren. Das Besondere in diesem Fall: Der junge Mann schreibt über seine Läufe quer durch Deutschland. Bücher finden Sie auf

laufspass.com
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Warum ich das heute erwähne? Weil vor mir ein Fotoband liegt. Auf dem Cover die Zugspitze in hochrot. Hab ich so noch nie gesehen. 139 Foto-Seiten über einen 1200 km Lauf

  • vom tiefsten
  • zum höchsten Punkt Deutschlands

Zwei Beispielfotos anbei. Hier ist nichts künstlich, hier ist nichts gestellt, hier sitzt kein Profi, der stundenlang bessere Lichtverhältnisse abwartet, sondern die Bilder sind im Laufen gemacht. Spontan. Sprechen mich unmittelbar an.

News Mein Deutschland Lauf Bild 1Immer wieder ist mein Weg zugewuchert. Das erschwert mein Vorankommen.

News Mein Deutschland Lauf Bild 1Mutter Natur unterwegs für Obst und Vitamine

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Was macht Infarkt?

Was macht nun wirklich Infarkt?

24.06.2017

Wir hatten festgestellt, das Cholesterin schuld ist. Präzise: LDL-Cholesterin und Lipoprotein (a) – fast identische Moleküle. Die verstopfen die Herzkranzgefäße.

Dass nur etwa 5 % der Menschen mit diesen Fetten Infarkt wirklich erleiden, 95 % aber nicht, wird regelmäßig verschwiegen. Sollte man nicht einmal bei den 95 % nachfragen? Beispielsweise bei mir, der ich mein Lebtag mit Cholesterin 362 mg % rumgerannt bin? Ohne gleich zu sterben?

Der entscheidende Punkt ist ein ganz anderer: Kleben diese Fette an der Gefäßwand an oder nicht. Das war es auch schon. Und hier kennen wir uns sehr gut aus.

  • Wir wissen, dass Entzündungen der Gefäßwand zu Ablagerung führt. Stichwort CRP.
  • Wir wissen, dass der hauptsächliche Schaden an der Gefäßwand durch freie Radikale verursacht wird.
  • Wir wissen, dass Stress die Haupursache für freie Radikale ist.
  • Wir wissen, dass wir dem sicher und wirksam entgegenwirken können, z.B. mit Vitamin C (10g) oder mit Omega 3
  • Wir wissen das beispielsweise Vitamin E dreimal stärker gegen Herzinfarkt wirkt als die Statine.

 

Den letzten Satz verdaut? Fällt eine ganze Industrie (Statine) wie ein Kartenhaus zusammen. Dass die sich wehren, ist Ihnen verständlich. Ich habe genügend darüber geschrieben.

Fazit: Herzinfarkt bekommt man nicht einfach so, sondern begründet durch die höchst eigene Lebensweise. Das es Benachteiligte gibt (20 % von uns haben genetisch LP(a) erhöht), ist unbestreitbar. Die müssen sich eben noch ein bisschen mehr anstrengen.

So what?

Heißt in meiner Sprache: den Herzinfarkt verdient man sich. Man sollte irgendwann erkennen – auch Sie – dass die Natur sehr korrekt und völlig neutral ist. Was Sie hinein stecken, kriegen Sie auch wieder raus. Kommen wir zum wirksamsten Prinzip überhaupt:

Wer täglich rennt, schafft es, sein Cholesterin von 362mg/% auf 109mg/% zu senken. Das war ich. Und nicht anders verfährt die chinesische Landbevölkerung mit ihrem durchschnittlichen Cholesterin von 120mg/%. Dort gibt es einfach keinen Infarkt. Kommt nicht vor. Trifft immer dann zu, wenn das Gesamtcholesterin unter 150mg/% liegt. (Prof. Leafs, Harvard) Es gilt: Wo nix is (kein Cholesterin), kann nix passieren. Nur: Die Natur lässt hier nur die aktive Methode, also Laufen, Bewegung gelten.

Denn genau hier trifft die Pharmaindustrie so verführerisch ins Schwarze. Statine senken tatsächlich den Cholesterinspiegel, den LDL-Spiegel (nicht LP(a)!) wirkungsvoll ab. Und die suggerieren uns, dass dadurch die Gefahr des Herzinfarktes verschwindet. Oh nein: Sie erinnern sich?

Der LDL-Cholesterin-Spiegel sinkt, aber die Gefahr für Infarkte nur um 1,7 % (0 – 3 %) je nach Studie. Also gar nicht.

Tabletten betrügen uns. Die Natur kann das nicht. Die belohnt jeden Läufer.

s. News vom 30.01.2017

Statine: Das Ende

Wer eigentlich

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ob sich die Darmflora von ganz allein normalisieren würde

Darmbakterien und Autismus

23.06.2017

Klingt spannend, oder? Ist es auch. In ganz anderem Sinne als Sie glauben. Zeigt uns nämlich wieder einmal die Irrungen und Wirrungen heutiger Medizin. Die Abwesenheit jeden gesunden Menschenverstandes. Die Sucht nach persönlichem Ruhm, nach möglichst interessanten Veröffentlichungen.

Auf dem Rücken der Patienten, natürlich. In diesem Fall von Kindern. Noch schlimmer. Weshalb Sie gerade auf dieser Website eines doch positiv denkenden, fröhlichen Sportlers, eines Frohmediziners solche Anklagen hören?

    Weil ich heute noch und ganz besonders heute dankbar bin nicht nur dem lieben Gott, sondern auch meiner Mutter, die mich ganz bewusst in ländlicher Umgebung, praktisch auf dem Bauernhof großwerden hat lassen. Da wird einem natürlicher gesunder Menschenverstand eingepflanzt. Für das ganze Leben.

Autismus heißt hier „die Krankheit des Westens“. Mit hier ist Somalien gemeint. Sobald Mutter mit Kind auf Grund des Bürgerkrieges nach Kanada geflohen waren, entwickelten viele somalische Kinder „Züge von Autismus“.

Tatsächlich glaubt man heute, dass schädliche Darmbakterien autistisches Verhalten auslösen können. Hervorgerufen und gezüchtet durch typisch falsche Ernährung westlicher Industriegesellschaften.

Einen Hinweis gibt uns Professor Mazmanian von California Institute of Technology. Der zeigen konnte, dass im Vergleich zu gesunden Jungen und Mädchen junge Autisten (aus Somalia)

  • mehr schädliche Clostridien sowie Sutterella-Bakterien
  • dafür weniger nützliche Prevostella und Bacteroides aufweisen.

Dahinter steckt die wohl richtige Idee, dass Verdauungsapparat und das Denkorgan miteinander verbunden seien. Man weiß längst, dass Darmbakterien Dopamin, Noradrenalin und Serotonin herstellen. In diesem Fall spricht man freilich davon, dass Mikroben mehrkettige Kohlenhydrate aus der Nahrung in kurzkettige Fettsäuren wie Butter-, Essig- oder Propionsäure verwandeln. Und diese wirken schädlich auf das Nervensystem.

    Ach was. Ach wie. Da gäbe es also zu viele schädliche Fettsäuren. Die am Autismus schuld seien. Und wo kommen die her? Die entstehen aus „mehrkettigen Kohlenhydraten“. Lächeln Sie auch gerade? Kommt Ihnen das nicht ganz fürchterlich (sic!) bekannt vor?

Tatsächlich wurde in der Arizona State University bei 18 jungen Autisten die Darmflora „ausgetauscht“. Erst abgetötet, dann mit Abführmittel ausgespült, dann Bakterienlösung aus „Fäkalien gesunder Spender“ instilliert.

Verblüffendes Ergebnis: Die autistischen Verhaltensweisen nahmen ab. Ausführliche Studie soll folgen.

Jetzt kommt´s: Weshalb ich Ihnen all diese Irrungen und Wirrungen amerikanischer Universitäten, also eifriger medizinischer Forscher berichte? Der Artikel im Spiegel 18/2017 Seite 107 endet nämlich mit ein bisschen gesundem Menschenverstand.

Endet mit der Frage, ob sich nicht die Darmflora von ganz allein normalisieren würde dann, wenn man sich ausgewogen und ohne Fastfood ernähren würde. Soll wohl heißen mit genetisch korrekter Kost. Soll wohl heißen ohne Mehl und Zucker. Soll wohl heißen mit Paleo-Diät. Soll wohl heißen low carb.

Jedenfalls haben Interviews mit somalischen Eltern autistischer Kinder ergeben, dass, kaum in die Heimat Somalia zurückgekehrt, die autistischen Symptome

  • wie von Geisterhand

verschwunden waren. Natürlich kann man jetzt über Erdstrahlen oder das Klima philosophieren. Bleiben wir auf dem Boden. Darmbakterien sind ein genauer Spiegel unserer Ernährung. Nichts sonst.

PS: Darum bitte, bitte, belästigen Sie mich in meiner Praxis nicht mit seitenlangen laborchemischen Aufschlüsselungen Ihrer Darmflora. Modethema in Deutschland, ich weiß. Heißt für mich nichts anders, als dass Sie über Ernährung noch nie nachgedacht haben.

Ihr Problem. Nicht meines. Solche Darm-Flora-Befunde fasse ich nicht einmal an.

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das Mitleiden an unlösbaren Problemen

Problemlösung?

22.06.2017

Wenn Sie tagtäglich beim Zeitung-lesen Magenschmerzen bekommen. Wenn Sie beim Lesen dieser News das Verhalten eines ganzen Berufstandes, nämlich von uns Ärzten, einfach nicht mehr begreifen. Also die Tatsache, dass Krankheiten einen Tabletten-reflex auslösen. Wenn Sie tagtäglich in Ihrem Kaufhaus mit der Tatsache konfrontiert werden, dass ein Kleinstädtchen wie meines mit 35.000 Einwohnern 10.000 Flüchtlinge beherbergt… und den verzweifelten Hilferuf unserer Bundesbildungsministerin, der Migrantenanteil in den Schulklassen möge doch bitte 35% nicht übersteigen, auch nur mit offenen Mund anhören können…

Wenn Sie sich also von Problemen umstellt wähnen und keinen Ausweg mehr kennen, dann lassen Sie sich doch einfach helfen. Hilfe kann kommen aus anderen Kulturen. In denen man über „Probleme“ offenbar schon viel länger nachgedacht hat. Und ganz verblüffende Antworten gibt. Dazu darf ich ein mich faszinierendes Interview zitieren.

Es interviewt ein kritischer Journalist den berühmten Vorsteher eines Waldklosters. Der Journalist heißt Pisit. Also los:

Pisit:

    Je mehr ich über Thailand nachdenke, desto wahnsinniger macht mich dieses Land.

Klostervorsteher:

    Wegen der überwältigenden Probleme?

Pisit:

    Ja, genau.

Klostervorsteher:

    Und welche Probleme empfinden Sie als besonders überwältigend?

Pisit:

    Alle.

Klostervorsteher:

    Entschuldigen Sie, aber drücken Sie sich korrekt aus? Wäre es nicht richtiger zu sagen, dass nicht die Probleme überwältigend sind, sondern die Schwierigkeit, sie zu lösen?

Pisit, resigniert:

    Wenn Sie meinen. Ja, die Schwierigkeit, sie zu lösen.

Klostervorsteher, zufrieden:

    Tja, dann kann der Buddhismus Ihnen helfen. Anfangs dachte ich, er wäre nicht dazu in der Lage, aber jetzt glaube ich doch.

Pisit:

    Tatsächlich?

Klostervorsteher:

    Nun, es ist einfach. Nicht die Probleme des Landes überwältigen Sie, sondern Ihr ichbezogener Glaube, Sie könnten zu ihrer Lösung beitragen.

Auch ich neige in diesem Moment spontan beschämt mein Haupt. Bin betroffen und versuche den Mund zu halten. Nachdem mir hier beigebracht wird, dass das angebliche Leid, das Mitleiden an unlösbaren Problemen selbstbezogene, egozentrische Arroganz sei.

Gab es da nicht kürzlich den hübschen Satz im Bundestag: „Einfach mal den Mund halten!“. Auch da hat jemand nachgedacht.

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Das Auftreten von Krebs

Telomere und Krankheit

21.06.2017

Telomere schützen, wie Sie wissen, Ihre Chromosomen. Schützen Sie von „Instabilität“, für Störung und Zerstörung. Ein Prozess, der häufig genug beim Krebs endet.

Telomere haben also nicht nur etwas mit forever young zu tun, sondern auch mit Krankheit. Beim vorzeitigen Abbau dieses Schutz-Proteines am Ende jedes Chromosomes stirbt die Zelle nicht nur früher, sondern wird – eigentlich ganz logisch – früher krankheitsanfällig. Der Zusammenhang zwischen verkürzten Telomeren und Herzinfarkt oder Krebs wird ständig untersucht.

So auch in der sogenannten „Bruneck Studie“ 1995.

    Knapp 800 Teilnehmer wurden 10 Jahre beobachtet. Das Auftreten von Krebs und der Krebstod nach 10 Jahren registriert. Nur: Man kannte in diesem Fall die Länge der Telomere.

Die üblicherweise alle 10 Jahre um 9 % abnimmt. Und das hat tatsächlich unangenehme Folgen, wie diese Bruneck Studie zeigt:

  • Nimmt man die Gruppe mit den längsten Telomeren als Maßstab, dann erhöht sich das Krebsrisiko für mittlere Telomere-länge um 115 %, für die kürzeste Telomere-Länge um 211 %.

Dabei hat man sorgfältig übliche Krebsrisikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht usw. rechnerisch ausgeglichen. Dieses Ergebnis überrascht durch seine Eindeutigkeit. Kann man auch anders ausdrücken:

    • Die Krebsrate pro 1.000 Personen – Jahre war in der Gruppe mit
    • größter Telomerelänge 5,1
    • mittlere Telomerelänge 14,2
    • kürzeste Telomerelänge 22,5

Also ein deutlicher Unterschied. Ob von 1.000 Personen 5,1 oder 22,5 Krebs bekommen, kann man also an der Telomerelänge festmachen.

In der Theorie, im Reagenzglas, bei Mäuseversuchen hat man diese Zusammenhänge längst studiert und gewusst. Dass sich das aber im Alltag tatsächlich so auswirkt… ist erst seit der Bruneck Studie 2010 richtig bekannt geworden.

Typisch: Also habe ich meine Telomerelänge bestimmen lassen. Ergebnis steht leider noch aus. Ich bin gespannt.

Quelle: JAMA 2010 Jul 7; 304 (1): 69. Dort wird das Ganze auch bildlich dargestellt.

Auch ohne Erklärung erkennt man die Unterschiede.

Fazit: Kümmern Sie sich um Ihre Telomere, um Ihre Telomerase (News vom 11.08.2008 und 27.02.2009).

News Telomere und Krankheit Bild 1 

News Telomere und Krankheit Bild 2

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Nach vier Monaten bereits Vollbeschäftigung in den USA

Colitis ulcerosa

20.06.2017

Haben Sie nicht. Langweilt Sie, dieses Thema. Sie wollen unterhalten werden. Verstehe ich gut. Also dann man los:

    „Würde ich mich nicht da lächerlich machen?“

Frägt die Ehefrau. Die würde gerne zur öffentlichen Vorstandssitzung ihrer Krankenkasse fahren, fünf Minuten über die Wunderheilung ihres Ehemannes berichten und im Anschluss das bekannte „Blut-Buch“ verteilen und anregen, darüber nachzudenken, ob die Bezahlung dieses Blut-Tests nicht vielleicht ein echter Weg wäre.

Ob die Krankenkasse weiter „Verwalter“ der Krankheiten ihrer Mitglieder oder lieber zur Gesundheitskasse werden wolle…

Meine Antwort? Natürlich würde sie sich lächerlich machen. Eisiges Schweigen wäre die Antwort oder ein Hinauskomplimentieren. Was war geschehen?

  • Ostern 2016: Der Ehemann lag auf dem Sofa, kurzatmig, aschfahl, kraftlos, sagte selbst: Eigentlich müsse er ins Krankenhaus. Colitis ulcerosa. Darmspiegelungen mehrfach abgebrochen, zu gefährlich! Sturzblutung auf der Toilette.

Wie das weiter geht, können Sie sich beinahe denken. Blutanalyse. Ein paar gute Ratschläge (erinnern Sie sich? „Leben ohne Brot“). Und dann kommt´s:

  • Mein Mann setzte um, was er gesagt und geschrieben bekam.
  • August 2016: Der Gastroenterologe fragte nach der Darmspiegelung staunend, ob mein Mann seine Medikamente (unter anderem ein Immun-Suppressivum) wirklich nicht nehme und was er gemacht hätte.
  • Mein Mann hatte Befunde inklusive Laborwerte dabei. Aber so weit ging das Interesse dann doch leider nicht. Arbeitslos wird keiner gerne.

Und dann kam eben die Frage, ob sie sich lächerlich machen würde. Wenn sie einen klaren, vernünftigen Vorschlag bei der Krankenkasse vorbringen würde. Der gedankliche Fehler ist der: Auch die Krankenkasse ist nur ein System. In diesem System ist niemand verantwortlich. Keiner will es ändern. Jeder will das System erhalten. Jeder verdient hier seinen Lebensunterhalt. Das war die Antwort.

Sehen Sie, genau deshalb war die unerwartete Wahl in den USA solch eine Sensation. Solch ein Durchbruch. Hier wurde ein Geschäftsmann, also ein Verantwortlicher, eben nicht wieder ein Berufspolitiker, zum mächtigsten Mann der Welt gewählt.

Resultat? Nach vier Monaten bereits Vollbeschäftigung in den USA. Laut NTV-Nachrichten. Der Mann sei „schockierend ehrlich“, so der mächtigste Mann Deutschlands. Dieckmann. Chef der Bild-Zeitung.

Denken Sie mal über das „schockierend“ nach.

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KALIUM! Was gelernt?

 

Wassereinlagerungen oder: unsere Hilflosigkeit

Artikel #888 vom 19.06.2017

Mit unsere meine ich die Medizin, die Ihnen heute im Krankenhaus begegnet. Oder bei Ihrem Facharzt. Eine Hilflosigkeit, die ich selbstverständlich auch aus meinen frühen Jahren als Arzt kenne. Ich war damals erklärter, daher hilfloser Schulmediziner.

Und manchmal passt ja ein Schulmediziner ganz besonders gut zu seiner Schulmedizin. Ein wunderschönes, leider aufregendes Beispiel in der Mail von heute:

„… muss ich Ihnen danken für Ihre täglichen news, und dafür, dass Sie Ihr Wissen einfach so, kostenlos, jedem, der es denn wissen möchte, zur Verfügung stellen. Mich haben Sie damit gerettet.

Und zwar leide ich seit Jahren an Ödemen, vor allem an Beinödemen, aber auch generell an Wassereinlagerungen überall.

Und in diesen Jahren wurde ich auf den Kopf gestellt. Lymphszintigraphie (Verdacht auf Lymphödem), Herzuntersuchungen, Nierenuntersuchungen. Am Ende hieß es, es seien wohl Lipödeme, und da könne man gar nichts machen. Ich müsse mich damit abfinden. Und täglich, für den Rest meines Lebens (ich bin 33), Kompressionsstrümpfe tragen. Da ich aber auch an Neurodermitis leide, haben mich diese Strümpfe wahnsinnig gemacht. Bis ich sie schließlich in den Müll geworfen habe…

Zu den Ödemen. Ich bat meinen Endokrinologen (da ich auch noch Hashimoto habe), so viele Mineralstoffe/ Vitamine wie mögliche zu kontrollieren (wie er das abgetan hat, können Sie sich nicht vorstellen).

Und heraus kam ein massiver, wirklich massiver Kaliummangel. Aber ich sollte nicht etwa Kalium substituieren, nein, ich sollte in ein paar Wochen wiederkommen, ob dann die Werte immer noch so seien. Oder ich sollte in die Notaufnahme gehen. Hä? So schlimm, dass ich ins Krankenhaus soll, aber trotzdem ohne Kaliumpräparate einzunehmen? Ich fand das nur abenteuerlich. Sofort in die Apotheke und mir Kalinor gekauft. Die Höchstdosis täglich genommen.

Und natürlich, Sie ahnen es: Die Ödeme verschwanden. Erst wenig, mit der Zeit komplett. War fassungslos. Nach Jahren konnte ich abends keine Delle mehr auf den Schienbeinen eindrücken. Die Beine und Füße wurden leicht und schlank wie ewig nicht mehr. 2 Schuhgrößen und 2 Hosengrößen weniger.

Lipödeme!! Diese Horrordiagnose! Und am Ende war es simpler, blöder Kaliummangel.

Mein Endokrinologe kontrollierte die Werte nach ein paar Wochen, und war baff erstaunt, dass der Kaliumspiegel in der oberen Norm war. Da (erst da) sagte ich ihm, ich hätte, entgegen seinem Vorschlag, substituiert. Und was glauben Sie? Da war er sauer. Richtig sauer. Glücklich, dass es der Patientin viel besser geht? Ach nein. Weit gefehlt. Er war sauer. (Sie können doch nicht einfach auf eigene Faust etwas einnehmen…). Und ich war wütend. So wütend. Wie grob fahrlässig dieser Typ. Wie dumm. Hätte ihn am liebsten geschlagen, angeschrien. Unfassbar.

Gehe nie wieder zu ihm.

Verständlich. Viele von Ihnen, ich jedenfalls mehrfach, haben das gleiche erlebt. Auf den richtigen Topf (Schulmedizin) gibt es oft den passenden Deckel (der passende Arzt dazu).

Gelernt haben wir wieder, dass es die Moleküle sind. Dass der Mensch manchmal wirklich nur Läuse hat. Sie sollten ein bisschen Mut fassen. Auch in der Welt der Laien ist diese Story doch sensationell. Sowohl der ganze peinliche Vorgang, wie aber auch die für mich 100%ige Gewissheit, dass es am Ende des Tunnels immer (immer!) Licht gibt.

Die Molekularmedizin. Ich glaube nicht, dass einer von Ihnen, liebe Leserinnen, lieber Leser die Revolution hinter diesem Satz mitempfinden kann, wenn er nicht schon einmal selbst betroffen war. So wie die obige Mailschreiberin.

KALIUM! Was gelernt?

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Glücklich und voller Elan

19.06.2017

Wenn Sie das von sich sagen könnten… wenn Sie das mit knapp 80 Jahren von sich sagen könnten… hätten Sie das Geheimnis der „ewigen“ Jugend wohl entdeckt. Es gibt solche Menschen. Finden Sie häufig in, besser auf den Bergen dieser Welt.

Manchmal auch auf dem flachen Land. Schreibt mir eine Tochter:

    „… vor ein paar Wochen war ich mit meiner Mutter bei Ihnen in der Praxis. Es geht ihr blendend. Meine Mutter ist wieder glücklich und wieder voller Elan.
    Heute Morgen zwitscherte sie mir ins Telefon, dass sie Ihnen so dankbar sei. Und gar nicht verstehen kann, wie ihre Freundin zwei Mal am Tag so Papp-Brötchen essen könne!“

Aaahhh ja. Da hat jemand etwas gelernt. Der Jemand, knapp 80 Jahre, steht mir noch deutlich vor Augen:

  • Übergewicht
  • Bluthochdruck
  • schlechter Schlaf
  • Atemnot

Das Gesamtbild hatte wirklich nichts mit „glücklich und voller Elan“ zu tun. Wie sich das so schnell ändern kann? Einfach. Weiß im Grunde jeder Arzt.

  • Genetisch korrekte Kost, dadurch rasche Gewichtsabnahme.
  • Blutanalyse. Optimierung der Werte.

War in diesem Fall kinderleicht. Wissen Sie weshalb? Weil (wieder einmal) ein wirklich scheußliches Aminogramm vorlag. Die zentrale Blutmessung, wenn es um Lebensglück und Lebensenergie geht.

Spricht sich langsam herum, wie ich höre.