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53% weniger Asthma

 

Asthma beim Kind

23.05.2017

Ein Thema, über das ich nicht objektiv referieren kann. Weil ich hier als Vater und als Arzt komplett versagt habe. Aus heutiger Sicht…. Nur nützt dies meinem Sohne nichts. Die Seele hat Narben.

Sie verstehen, dass ich wissenschaftliche Neuheiten zu diesem Thema mit großer Aufmerksamkeit lese. Was kann man alles tun, um dem kleinen Wurm diese grässlichen Erstickungsanfälle zu ersparen. Heute kann ich Ihnen sagen: Man kann viel tun, sehr viel tun, man kann es sogar ganz verhindern. Von vorneherein.

Heute bin ich überzeugt, dass die Mutter es in der Hand hat, ob ihr Kind Asthma bekommt oder nicht. Das gilt selbstverständlich auch für viele, viele andere unschöne Säuglingskrankheiten. Hintergrund Epigenetik: Die Mutter könnte – Sie ahnen alle, wie das funktioniert – hässliche Gene rechtzeitig abschalten. Gene, an welchen das Kind leiden wird. Eine Methode, sein Kind ein bisschen glücklicher zu machen, heißt

Omega 3

und zwar schon während der Schwangerschaft eingenommen. Rechtzeitig.

Die Studie stammt aus Kopenhagen (COPSAC). Das Besondere: es war eine

  • randomisierte
  • placebokontrollierte
  • Doppelblindstudie

Also höchster wissenschaftlicher Standard. Da gibt es keine Zufälle, keine Trugschlüsse, da stimmt einfach alles. 736 Schwangere erhielten ab dem 7. Monat 2,4 Gramm Omega3 oder eben auch nicht. Randomisiert.

Fünf Jahr später wurden die Kinder untersucht. Hatte die Mutter Omega3 bekommen, fand sich

  • 31% weniger Asthma
  • 25% weniger Infektionen der Bronchien

Das galt für das gesamte Kollektiv. Hat man gezielt gegenübergestellt die Mütter mit dem niedrigsten Omega3 Blutspiegel gegen die Mütter mit höchsten, fand sich durch Omega 3 sogar

  • 53% weniger Asthma.

Also die Hälfte. Wissen Sie, wieviel Kinder an Asthma leiden? Durch primitives Omega3 könnte man jedem zweiten Kind dieses Leid ersparen…. Und weiß es nicht? Tut es nicht? Ich könnte mir auch gerade auf die Zunge beißen. Ich hab´s nicht gewusst. Natürlich stammt die Studie aus 2016. Aber dennoch:

  • War es nicht seit Anbeginn der Zeiten logisch, dass eine möglichst korrekt ernährte Mutter aufgrund all der richtigen Vitamine, Mineralien, Aminosäuren eine sehr, sehr große Chance hat, ein gesundes Kind zu bekommen?

Doch, das ist von vorneherein ohne Diskussion logisch. Vielleicht können Sie, die heutige Generation, dieses fast unheimliche Wissen wenigstens auf Ihre Kinder übertragen…..wenn Sie es schon bei sich selbst nicht für nötig halten.

Quelle: N Engl J Med 2016; 375 (26): 2530-9

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Zucker-Demenz

Zucker-Demenz

01.10.2014

Demenz können Sie übersetzen?  Noch? Heißt auf bayerisch Verblödung. Also Zucker-Verblödung. Wenn es im konkreten Fall nicht so dramatisch, so unsäglich traurig wäre… wenn also Ihr eigener Papa Sie nicht mehr erkennt…

Diesen schönen Begriff Zucker-Demenz habe ich von einer bekannten Heilpraktikerin. Die sogar eine recht profunde Ausbildung hatte: Nämlich Biologin. So wie mein Töchterlein. Und die nicht nur so vor sich hin praktiziert, sondern eine chemische Firma besitzt, also Unternehmerin ist. Eine bemerkenswerte Persönlichkeit. Die schickt mir einen Bericht über Zuckerdemenz mit der Überschrift: „Typ-2-Diabetes lässt das Hirn schrumpfen“.

Solch eine Warnung (Gehirn!) lässt meine Patienten in der Regel kalt. Ja, wenn da stünde „…lässt den Schniedel schrumpfen“… dann wäre vielleicht ein bisschen Aufmerksamkeit, ein bisschen Interesse da. Aber Gehirn? Ich bitte Sie. Dabei ist die Aussage des Artikels ganz dramatisch: Je länger die Patienten diabeteserkrankt waren, je höher der Blutzuckerspiegel, desto kleiner war ihr Gehirn. Hat man an 600 Diabetikern klar zeigen können.

In Zahlen: Auf 10 Jahre gesehen verloren die Diabetiker so viel graue Hirnsubstanz, dass das Gehirn in diesem Zeitraum zwei Jahre älter war als von gleichaltrigen Nicht-Diabetikern.

Bisher glaubte man, dass der Hirnschaden bei Diabetikern durch die Blutgefäße bedingt sei. Sie wissen ja, dass die Zuckerkrankheit in erster Linie die Innenseite der Blutgefäße schädigt. Sie aufraut. Dann bleibt dort Fett kleben, verstopft das Gefäß, es gibt kleine Schlaganfälle. Das Bild ist bekannt.

In dieser Arbeit wird allerdings betont, dass die Hirnschrumpfung ein direkter Schaden des Zuckers an den Hirnzellen sei. Ganz ähnlich wie beim Alzheimer.

Ganz ähnlich? Erinnern Sie sich? Sie, der Sie ja auf dem allerneuesten Stand der Medizin stehen? (Das trifft auf Ihren Hausarzt eher nicht zu, glauben Sie mir.) Alzheimer heißt heute Altersflecken im Gehirn. Also eine Verbindung von Zucker und Eiweiß, hervorgerufen durch freie Radikale. Simpelste Abhilfe: Einfach keinen Zucker essen.

Erinnert mich: Simpelste Abhilfe bei jedem Diabetes Typ 2: einfach keinen Zucker essen. Das Prinzip Gesundheit, liebe Leser, ist immer das gleiche. Ist ausgesprochen einfach. Es geht hier um einige wenige Begriffe.

So Begriffe wie Kohlenhydrate oder wie täglich Laufen. Meinetwegen noch: einmal im Leben eine große Blutanalyse, um zu wissen, wo man steht.

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waren es Magnesium und Omega 3

Die Dame war über 80

Artikel #879 vom 22.05.2017

und hatte Angst. Deswegen fragte sie um Rat. Angst nämlich vor einer Lungenentzündung. Das ist berechtigt: Solch eine Krankheit ist in diesem Alter sehr ernst zu nehmen.

An einer Lungenentzündung ist meine Oma gestorben.

Hintergrund war eine kluge Überlegung: Ihr war aufgefallen, dass sie viel zu oft und mit schöner Regelmäßigkeit Bronchitis bekam. An der sie dann lange herumlaborierte. Hatte sich deswegen sogar schon impfen lassen. Aber leider: Der nächste Husten kam bestimmt.

Im Blut leicht erkennbar. Entzündungsfaktoren wie BKS und CRP waren erhöht. Mein Kommentar dazu:

  • Normale Ärzte verschreiben Antibiotika.
  • Wir versuchen Ihr Immunsystem zu stärken.

Der Versuch war erfolgreich. Handschriftlich: „ Ich hatte diesen Winter keine Bronchitis und auch keine Grippe“.

Jeder von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, ist inzwischen auch schon fast ein Doktor. Und weiß, wie man ein Immunsystem stark genug macht. So auch in diesem Fall:

  • Aminosäuren anheben.
  • Zink, um aus diesem Aminosäuren Eiweiß aufzubauen. Also Immunsystem.
  • Vitamin D als stärkstes Immunstimulanz.

Eigentlich banal. Man hätte noch Orthomolar oder Vitamineral zugeben können.

Das bisher war nur Einleitung. Ein wenig Alltag. Tatsächlich treibt mich etwas ganz anderes, über die Dame zu plaudern:

  • Bluthochdruck. Bis 220 syst. Also bedenklich. Das ganze über 30 Jahre.
  • Selbstverständlich eingestellt mit Tabletten wie Atacant und Candesartan. 30 Jahre lang.

In dem Brief, in welchem sich die sehr agile, kluge Patientin für die Heilung von Bronchitis bedankt, fällt eine Nebenbemerkung. Wieder so eine, die die gesamte Schulmedizin beschämen sollte. Aufwecken sollte. Ich lese nämlich:

  • „Ihre Ratschläge und die Einnahme der empfohlenen NEM… haben mir sehr geholfen, so dass ich meine Blutdrucktabletten weglassen kann“.

Wieviel Patienten mit Bluthochdruck kennen wir in Deutschland? Wie viel Millionen? Selbstverständlich alle mit Tabletten eingestellt. Selbstverständlich. So wie in diesem Fall Jahrzehnte lang. Jeden Tag.

  • Da denke ich sehr wohl auch an Umsätze. An Kosten.
  • Denke als Arzt aber auch an die Beipackzettel: An die Nebenwirkungen bis hin zum Tod.
  • Wissend, dass: Wo kein Kläger, da kein Richter… Die Nebenwirkungen stillschweigend mit anderen Tabletten zugedeckt werden oder
  • wenn es der Tod ist, dem Alter zugeschrieben werden.

Dieser eine Fall ist wie ein Vorhang im Theater, der aufgezogen wird: Dahinter steht ein in meinen Augen unmenschliches System. Unmenschlich daher, weil es ja menschliche Alternativen gäbe, die einfach nicht beschritten werden.

In diesem Fall übrigens waren es Magnesium und Omega 3. So banal, so primitiv. Zwei Worte haben 30 Jahre lang Tabletteneinnahme beendet.

Sagen Sie mal: Regt Sie gar nichts mehr auf?

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bitte googeln  Metadon und Krebs

 

Toter Mist macht gesund

22.05.2017

Stammt nicht von mir. Ist natürlich ein Zitat. Zeigt mir, wie aufmerksam Sie sind oder geworden sind. Wie Sie aufpassen, sobald das Wort Krankenhaus fällt. Sobald über Ernährung gesprochen wird.

Selbst wenn über das Thema Ernährung noch viel Unsinn erzählt wird, wird die Wichtigkeit dieses Themas eben doch in das Bewusstsein der Menschen gehoben. Sie wissen ja, dass ich vegan sehr wohl verteidige. Für einige Zeit. Einfach deshalb, weil ein Veganer sich sehr viel aufmerksamer mit dem Essen, damit auch mit seinem Körper und seiner Umwelt beschäftigt. Dass das Ganze auf die Dauer schwierig wird… nun ja.

Und genau so sehe ich das heutige Mail, in dem sich einer von Ihnen über die Schulmedizin beschwert. Das Schöne daran: Nicht nur beschwert, sondern handelt. Dagegen angeht. Weiß, worauf es ankommt. Und die Früchte sehr wohl erntet. Darf ich?

Manchmal macht mich die Schulmedizin nur noch fassungslos. Leider habe ich meinen Freund nur bedingt für Ernährung einfangen können. Und nach 35 Jahren starken Rauchens hatte er nun einen schweren Herzinfarkt. Nachdem seine Krankenhauskost nicht einmal lecker aussieht und fast nur aus toten Kohlenhydraten besteht, habe ich ihm jeden Tag vitaminreiches Obst und frische Smoothies bereitet, um auch den Wundheilungsprozess zu fördern. Seine Narben am Oberkörper wie Bein verheilen toll und die Ärzte sind sehr überrascht. Ich nicht.

Allerdings versuchen sie ihm jetzt zu vermitteln, dass er bei derartigem Vitaminkonsum mehr Medikamente nehmen müsste, vor allem Marcumar. Wie krank ist das bitte!

So wird den Leuten suggeriert, sie müssen den toten Mist essen, um gesund zu werden. Das macht mich echt traurig.

Ärzte, also meine Kollegen zu überraschen, macht mir heute viel Spaß. Gelernt, wie das geht, habe ich damals, als ich im Rollstuhl saß und mir von dem Professor Nr. 18 entscheidend geholfen wurde mit der grundsätzlichen Idee: „Ist eh schon wurscht. Mehr als kaputt geht nicht. Da können Sie genauso gut Tennis spielen…“. Da ging es um kaputte Knie. Und Bewegung. Hier geht es um den Wundheilungsprozess.

Mein einziger stiller Vorwurf an Chirurgen, die ich, wie Sie wissen, hoch schätze. Das sind ehrliche, anständige Handwerker. Verstehen nur nicht, dass der Patient andere Ansprüche hat: der will nicht kunstfertig verschraubt werden, sondern der will möglichst schnell geheilt nach Hause. Es geht also dem Patienten um die Wundheilung, nicht um die Reparatur.

Chirurgen könnten ihr Ansehen noch viel weiter steigern, wenn sie diesen kleinen, unscheinbaren Punkt, also die Nachsorge in den Tagen nach der Operation, ernst nehmen würden. Wie? Steht hier. Braucht man nur nachlesen.

Dass man gesunde Kost „ausgleichen“ muss durch mehr Pharma-Medikamente… ist natürlich ein eleganter Gedankenschlenker. Man lernt nie aus.

Heißt übersetzt: Wie Naturvölker, wie die Säugetiere dieser Welt überhaupt überleben können bei ihrer nachweislich gesunden Kost ohne Pharma-Medikation, scheint manchen Ärzten unverständlich.

Stimmt ja auch: Meine Rehe, die leichtsinnigen Brüder, versuchen doch tatsächlich, sich durchs Leben zu mogeln ohne Blutdruckmittel, ohne Diabetes-Tabletten, ohne Antidepressiva. So etwas von Leichtsinn!

Meiner jedenfalls ist ein kluger Spötter (Wo er das wohl her hat?). Sitzt an seiner Doktorarbeit und produziert Gedanken. Besser gesagt: Bringt schwammige, vage Begriffe wie Nachhaltigkeit in klare, mathematische Form. Bemerkenswerte Fähigkeit. Darf ich mal ein Beispiel anführen? Erreicht mich heute die folgende Mail

Thema: Nachhaltigkeit, Länderausgleich, Gerechtigkeit, Bundestag. Klingt interessant.

Gibt es Nachhaltigkeit?

Nachhaltigkeit ist derzeit Modebegriff. Zeigt sich z. B. auf der Nestlé Twitter-Seite. Verkauft sich gut. Ich darf über nachhaltige Entscheidungsfindung meine Doktorarbeit schreiben.

Über „Nachhaltigkeit“ gibt es entsprechend, typisch Wissenschaft, kiloweise Literatur. Und hunderte verschiedenartige Definitionen.

Nur ein Professor in Deutschland hat mal simpel hingeschrieben, was Nachhaltigkeit bedeutet.

Nachhaltigkeit: Ressourcennachschub/ Ressourcenverbrauch = 1.

Zu gut Deutsch: „Gib net mehr aus, als da is.“.

Jeder Physiker, Ingenieur, Psychologe, Mama und Raucher weiß, … das ist in dieser Welt unmöglich. Entropie, Wärme, Lust, Pubertät und Schnorrer sind Gesetz. Drum braucht man immer mehr, als man eigentlich braucht.

Es wird also über etwas gesprochen, das es nicht gibt. Das kann ich auch. Höchst wissenschaftlich:

(Ressourcennach-)Schub, das sind Newton mal Geschwindigkeit.

(Ressourcenverbrauch-)Verbrauch, das ist ein Fluss. Wie viel Volumen Ressourcen fließen denn pro Zeiteinheit weg.

Nachhaltigkeit auf einen Nenner gebracht, mit dem Kehrbruch von Abfluss multipliziert:

Und kg/ms², das sind Pascal, kurz Pa. Newton pro Quadratmeter. Kraft pro Fläche.

Und die bitte überall konstant, im Mittel.

„Länderausgleich“. „EU-Schulden-Verteilung“. Gerechtigkeit!

Nachhaltigkeit, das heißt, Hügel auf einer riesigen Luftmatratze platt-treten, und dadurch anderswo neue Hügel hochpoppen lassen. Dann gründet man ein Netzwerk aus Platt-Tretern, und organisiert ein synchrones Platt-Treten. Das so deutlich stärkere Platt-Treten lässt alles in Reichweite angenehm platt erscheinen, … was weiter weg entstanden ist, kriegt man erstmal nicht mit. Hauptsache Jobs!

Bis dann die weitentfernten, riesigen Hügel, unter ihrer eigenen Last kollabierend, die Luft wieder gleichmäßig verteilen. Und nun auch Hügel mit neuer Luft bedient werden, die in Regionen lagen, die vormals niemanden störten. Die sind nun aber durch die gleichmäßige Neuverteilung zu großgeworden, und kollabieren nun selbst auch unter ihrer Last.

Plötzlich kommen die Hügel wieder, aus allen Herren Ländern, globalisierende Hügel, trotz Netzwerk-Effekte, trotz Engagement. Also, neue Idee: Wir müssen nun auch global Hügel-Platt-treten perfektionieren. Jobs ja, aber das bitte sozial gerecht. Also die Erde als einen gesamten Hügel sehen, auf den wir jetzt gemeinsam treten. Unser Job als Weltenbürger.

Damit sie endlich flach wird, die Erde.

Die überdurchschnittlichen Kilos (sozial-gerecht!), auf geringer Fläche, finden Sie im Bundestag.

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bei Parodontitis eine zentrale Rolle

Parodontitis

21.05.2017

ein längst gelöstes Problem in meiner Praxis. In der Frohmedizin. In der Molekularmedizin. In der Epigenetik. Nur leider noch lange nicht in der Zahnmedizin. Wohin der Patient sich normalerweise wendet.

Da herrscht noch Steinzeit. Ja, Moment… wenn dem so wäre. Aber hören Sie doch einfach mal zu.

Ganz neu, 2016, finden wir in einem Bericht über die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie (gibt es wirklich) eine völlig neue, unerhörte Überschrift:

Ernährung
scheint bei Parodontitis
eine zentrale Rolle zu spielen.
Eine unerhörte Aussage. Wie wir gleich sehen werden. Diese Jahrestagung hätte, ich zitiere „ein geändertes Krankheitsverständnis der Parodontitis im Fokus“. Kann ich nur applaudieren. Wurde wirklich langsam Zeit. Denn was haben wir bisher gehört?

  • Zum Beispiel von der Uni Genf: Die sei darauf gekommen, dass „bisher als zentrale Pathogene angenommenen Mikroorganismen in allen Altersstufen und Ethnien gleichermaßen nachweisbar waren.“

Heißt: Die bösen, bösen Bakterien, verantwortlich für die Parodontitis, gibt´s bei Gesunden und Kranken, bei Rauchern und Nichtrauchern, bei Jungen und bei Alten, bei Ost und West. Kein Unterschied. Kein Wunder also dass, erneut Genf:

  • Nach systemischer Antibiose sich das bakterielle Spektrum nicht nachhaltig änderte.

Heißt auf gut deutsch: sinnlos war. Die bösen Bakterien sind eben nicht verschwunden. Deshalb versucht Genf jetzt neue Methoden, nämlich genetische Tests. Viel Glück. Das dürfte für die nächsten 20 bis 30 Jahre Forschungsgelder garantieren. Aber es geht ja noch weiter:

  • Mechanische Methoden der Belagentfernung – Handinstrumente, Ultraschall, Pulverstrahl – reduzieren die Zahl der Bakterien mit 90 bis 95% gleichermaßen erfolgreich.

Das trauen die sich (Uni Würzburg) tatsächlich als Erfolg zu vermelden. Ein bisschen Nachdenken ergibt, dass die restlichen 10% Bakterien bei unveränderter Umgebung selbstverständlich nach Abschluss der Behandlung sich erneut lustig verbreiten werden. Dass die Parodontitisbehandlung also ein nicht enden wollendes, äußerst lukratives Feld der Zahnmedizin ist. Hier verstehen wir, weshalb.

Das war gestern.

Jetzt kommt heute:

  • „Parodontitis scheint mit unserer modernen Lebensweise verbunden zu sein. Bei steinzeitlicher Ernährung ohne raffinierte Kohlenhydrate tritt sie nach einer viel zitierten Studie… praktisch nicht auf, Taschentiefen sind signifikant geringer, Sondierungsblutungen hochsignifikant seltener.“

Ein erster Lichtstrahl. Wissen Sie, was hier steht? Low carb und no carb ist die Lösung. Das war´s auch schon. Hätten Sie das gedacht? Das gleiche noch einmal:

  • „In dieselbe Richtung weist eine aktuell vorgelegte Studie aus Freiburg zu einer kohlenhydratreduzierten Diät. Die Vermutung liegt nahe, dass entzündliche Erkrankungen auch außerhalb des Mundes durch geeignete Ernährung vermieden, getriggert oder sogar ausgeheilt werden können.“

Kleine Sensation am Rande. Hier gucken die Zahnmediziner – deshalb bewundere ich sie – über ihren Tellerrand. Wenn diese nagelneue, ungewöhnliche, natürlich nicht durchzuführende Ernährung (no carb) am Zahnfleisch hilft, könnten auch andere entzündungsbedingte Krankheiten wie Herzinfarkt behandelt oder geheilt werden. Spekulieren die Zahnärzte.

Mit no carb. Find ich toll. All überall sprießen die Blümlein der Erkenntnis.

Es wird Zeit, dass die DGE in ihren Geschäftsräumen die Schlösser austauscht, Stahlgitter vor den Fenstern anbringt. Sich einmauert. Denn der Druck auf dieses letzte Häuflein der Aufrechten wird immer stärker.

Quelle: dzw 42-2016, Seite 11

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Tourettesyndrom + Migräne

Das Tourettesyndrom

Artikel #878 vom 20.05.2017

ist nicht heilbar. Wieder einmal. Schulmedizin ist schon eine merkwürdige Wissenschaft. Offenbar eher eine Beschreibende.

Das Tourettesyndrom bedeutet unablässige Verkrampfungen, ständig wiederholte heftige Bewegungen, plötzlich einschießend. Nennt man Tics. In der Fachsprache „extrapyramidale Hyperkinesien“. Tritt auf in der Kindheit und…bleibt.

Wie gesagt: Nicht heilbar.

Die Patientin sitzt vor mir. Und ruckt ständig mit dem Kopf nach links. Zieht die Schulter hoch. Grimassiert mit dem Mund, zwinkert mit den Augen. Immer und immer und immer wieder. Muss man sich erst mal dran gewöhnen. Weshalb ich über so etwas Spezielles schreibe?

Weil die mich fragt, ob ich sie heilen könne. Und weil ich geantwortet habe: Ja freilich.

Ich hab einfach nachgedacht. Sollte man ab und zu als Arzt. Bin in den Alphazustand und habe mir vorgestellt, ich wäre das Gehirn dieser Patientin. Da müssen die Ströme doch nur so durchschießen, sich ständig wie Blitze entladen, völlig durcheinanderwuseln. Denn nur wirre Nervenströme können solch ständige Verkrampfungen hervorrufen. Und dann erinnere ich mich an die Behandlung der Epilepsie (Uni Zürich): Ruhigstellung des Gehirnes durch Ketonkörper.

Hab der Patientin also geraten zu Null Kohlenhydraten. Will sagen: Zu völlig normaler, den menschlichen Genen angepasster Kost. Ich betone das, weil Sie „Null Kohlenhydrate“ immer als etwas Abseitiges betrachten. Könnte es nicht sein, dass Sie die letzten Jahrzehnte ein bisschen abseitig gelebt haben?

Jedenfalls folgt am 20. April die Mail: „Sagt doch mein Liebster heute Morgen zu mir: Maria, ist Dir aufgefallen, dass du seit 1 1/2 Tagen fast gar nicht mehr ticst?“

Finde ich sensationell. Folgt am 10. Mai die nächste Mail:

„Die Tics sind fast weg ‐ ich fühle mich wieder als „normaler“ Mensch ‐ als normaler Mensch, dem es prima geht ‐ wenn ich die Menschen um mich herum in der Straßenbahn sehe, dann denke ich, mir geht’s besser als den allermeisten!“

Tja. Laut Lehrbuch ist das Tourettesyndrom nicht heilbar. Schlagen Sie mal bei Wikipedia nach. Die Schulmedizin, die Universitätsmedizin, die Resignationsmedizin hat das Wort Epigenetik überhaupt noch nicht verstanden.

Hat die völlig neue Dimension der Medizin der letzten Jahre noch nicht mitbekommen: Wir können unsere Gene verändern. Durch den geheimnisvollen Dreiklang

Bewegung ‐ Ernährung ‐ Denken

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Migräne

20.05.2017

Riesenkompliment an den Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin, Herrn Professor Gerhard Müller-Schwefe. Der den wundervollen Satz geprägt hat:

    „Migräne-Patienten haben ein Gehirn, das sehr intensiv und sehr schnell Informationen verarbeitet“.

Endlich mal ein positiv denkender Arzt, der das Selbstbewusstsein seines leidenden Mitmenschen (patiens) streichelt. Wären Sie da nicht auch ganz gerne Migräne-Patient? Wenn man Ihnen attestiert, Ihr Gehirn würde „sehr intensiv und sehr schnell Informationen verarbeiten“?

Das Schönste daran: Herr Professor Müller-Schwefe hat völlig Recht. Der beste Beweis bin ich persönlich. Ich hatte 30 Jahre wöchentlich Migräne. Jeweils Tage anhaltend. Und fühle mich heute – leider geheilt, wie ich jetzt sagen muss – im Nachhinein bestätigt. Wir Migräne-Patienten sind eben clevere Bürschchen bzw. Damen.

Der Clou der Geschichte kommt natürlich erst. Sie kennen mich langsam: Solch ein Gehirn hätte „einen höheren Energiebedarf“, konstatiert Prof. Müller-Schwefe. Und wie wird man dem gerecht, diesem höheren Energiebedarf? Sagt uns die Überschrift des kleinen Artikels

Migräne-Patienten
brauchen Kohlenhydrate

Voll ins Fettnäpfchen, Herr Professor. Uralten Aberglauben, mittelalterliche Märchen einfach weitererzählt. Nicht nachgedacht. Nicht gelesen. Beispielsweise das dicke Buch von Mersch: „Migräne. Heilung ist möglich“.

Ein außergewöhnliches Buch: Gründet sich auf 906 zitierte Bücher, auf 510 zitierte wissenschaftliche Arbeiten. Erklärt uns bis ins Detail, dass

Migräne durch
Kohlenhydrate verursacht wird.

Und rät zur Ketose. Alter Hut. Schließlich ist Migräne und Anfallsleiden (Epilepsie) eng verknüpft, wie jeder Neurologe weiß. Es werden ja die gleichen Medikamente gegeben (Valproinsäure). Und dass Epilepsie durch Ketose beherrschbar, oft heilbar ist, wissen wir seit 1920. Erst seit 100 Jahren.

Wissen, das am Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin leider vorbei gegangen ist.

Überzeugen Sie Bilder? Innere Vorstellungen? Epilepsie genauso wie Tourette-Syndrom (News 09.07.2012) genauso wie Migräne ist so etwas wie „Gewitter im Gehirn“ (Zitat). Also ein heftiges Durcheinander hochfrequenter Ströme.

Heilung wird erzielt durch tiefe Frequenzen. Langsame Ströme. Innere Ruhe. Entspannung. Stressfreiheit. Und dass wir Gehirnströme messbar verlangsamen können, indem wir das Gehirn eben nicht mehr mit Zucker, Herr Professor, sondern mit Ketonkörpern ernähren, hat sich herumgesprochen. Auch in der Wissenschaft.

Wie gesagt: Messbar. Kann jeder mit einem kleinen EEG-Apparat, einem Computer mit Fourier-Analyse.

Fazit: Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin hat

  • recht: Migräne-Patienten verarbeiten sehr intensiv und sehr schnell Informationen (Sie sehen mich lächeln).
  • unrecht: Die brauchen nicht Kohlenhydrate, sondern das Gegenteil: Ketonkörper.

Vorschlag: Einmal ausprobieren? Eine Woche? Dann sind Sie klüger als ein Professor. In einer Woche, stellen Sie sich vor.

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Homöopathie

Homöopathie

18.05.2017

Eines der vielen Dinge, von denen ich keine Ahnung habe. Ganz einfach deshalb, weil ich nicht mit ihr arbeite. Nicht schon zehntausende Patienten mit ihr beglückt habe. Mit der Homöopathie.

Natürlich kann ich lesen. Natürlich weiß ich über Information oder gar Entropie Bescheid. Und natürlich weiß ich – wie viele andere Wissenschaftler -, dass die primitive Forderung nach „wissenschaftlichen Studien“, oder „wissenschaftlichen Beweisen“, wie sie von Homöopathie-Gegner gefordert werden, völliger Unfug sind. Blühender Unfug.

Denn diese Art zu denken deckt ja nur einen Teil der Wahrheit, unserer Existenz ab. Ich hatte Ihnen einmal von Schwarzafrikanern erzählt, die jedes Phänomen dieser Welt sehr viel besser erklären können als Quantenmechaniker, Physiker, Ingenieure unserer Zeit. Die ganz einfach hinter jedem Wind einen Gott postulieren, hinter der Sonne eine Göttin, hinter dem Blitz einen Geist und so weiter. Das sind Axiome. Auf denen man eine ebenso gültige Weltsicht ohne Widerspruch gründen kann.

Tatsächlich sind Schwarzafrikaner mit diesem geschlossenen Weltbild uns Physikern, Chemikern, Ingenieuren weit überlegen. Kommt hinzu: Der genaueste wissenschaftliche Beweis (also das, was Homöopathie-Gegner immer fordern) ist die persönliche Erfahrung. So der Nobelpreisträger Max Planck. Dieser Ausspruch lässt die meisten (von uns) mit offenem Munde dastehen…

Persönliche Erfahrung? Schlägt jeden physikalischen Beweis?? Ja, meint Planck.

  • Bin selbst einmal in die Hände eines Homöopathen gefallen. Habe Kügelchen bekommen gegen meine Halsschmerzen, meine chronischen. Habe gleich – verbotenermaßen – die Höchstdosis, nämlich 10 Globuli genommen und wurde schlagartig sehr, sehr krank.
  • Nach Gesundung habe ich das Experiment noch drei Mal wiederholt. Hat jedes Mal geklappt. 10 Globuli rufen genau die schwere Krankheit hervor, die ein bis zwei Globuli hätten verhindern sollen. (News 24.04.2014)
  • Sehen Sie: Das ist persönliche Erfahrung. Nicht zu schlagen.
  • Oder wenn mein Töchterlein aus dem Schlaf aufschreckte, um sich schlug, krampfte, und sofort geheilt wurde mit 10 Rescue-Tropfen. Bachblüten. Das erlebt man zehn Mal und … weiß.
  • Oder die Karnickel meiner Frau. Auf dem Weg zum Tierarzt. Wie die gestrampelt haben, sich gewehrt haben, in Panik geraten sind jedes Mal. Bis sie genau die gleichen Bachblüten-Tropfen bekamen und… schlagartig entspannt und ruhig waren. Bei Tieren gibt es keinen Placebo-Effekt.

An all das musste ich denken, als ich einen Leserbrief in der Zeit las. Dort war nämlich wieder einmal ein typischer Anti-Homöopathie-Artikel veröffentlicht worden. Von typischen Schmalspurdenkern. Und dann kam der Leserbrief. Schmunzeln Sie einfach mit:

    „Die Herzklappe-Operation meines Vaters verlief schlecht, zweimal blutete er massiv nach und musste nachoperiert werden. Er lag zehn Tage auf der Intensivstation. Die Ärzte verloren zusehends die Hoffnung, meinen Vater retten zu können, weil er nicht mehr aus der Bewusstlosigkeit erwachte. In meiner Verzweiflung wandte ich mich an den Hausarzt, der ein erfahrener Schulmediziner mit großer Offenheit für alternative Heilmethoden ist. Er gab mir ein Brieflein mit drei Globuli, ich solle sie meinem Vater in einem unbeaufsichtigten Augenblick unter die Zunge legen. Die Möglichkeit ergab sich am nächsten Vormittag. Als ich ihn am Nachmittag erneut besuchte, war er längst erwacht. Es sei „ein Wunder geschehen“, war die Auskunft des Arztes. So hatte mein Vater noch viele schöne Jahre. Danke an die Homöopathie.“

Ja, ja ein Wunder. Wann steigen die Herren mal von ihrem hohen Ross herab und anerkennen, dass an ihrem Hochmut Menschen sterben? Ein ähnliches Thema wären ja Vitamin C-Infusionen in der Krebstherapie.

Das einzig Dumme an der ganzen Story ist eine Tatsache, deren ich mir tagtäglich bewusst bin: Es gibt, besonders in der Medizin, tatsächlich sehr, sehr viel Humbug. Ja und? Wie unterscheidet man Wirksames von Unwirksamen? Fragen Sie einfach Professor Max Planck: Ausprobieren! Selbst erproben!

PS: Klassisches Beispiel gefällig? Volker Beck oder Wowereit sollten einfach mal in den Iran reisen. Dort werden Homosexuelle geköpft. Gnadenlos. Gilt für vier weitere islamischen Länder. In allen übrigen wird man nur ausgepeitscht und eingesperrt.

So könnte man die Behauptung testen: Der Islam gehört zu Deutschland.

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Respekt vor dem eigenen Körper.

Und was essen Sie zu Mittag?

17.05.2017

Ein fröhlich-sarkastisches Brieflein erreicht mich soeben aus Hessen. Das Mail ist so spontan glücklich und leicht dahingeschrieben, dass ich´s Ihnen mit einem Lächeln wörtlich weitergeben möchte. Beim aufmerksamen Lesen werden Sie merken, dass da recht tiefe Gedanken angesprochen werden…

    • „Hach, was geht es mir gut, ich komme gerade von meinem

statt-Mittagessen-Lauf

    zurück und werde mir jetzt gleich einen Eiweiß-Drink „reinziehen“.
    Dann geht´s in den Garten zum Lernen. Seit 2 Monaten mache ich ein Fernstudium, was mir einen Riesenspaß macht und ich mir „seltsamerweise – lach“… die Dinge leicht merken kann.
    Anstatt in meinem hohen Alter (63) auf der Couch zu sitzen und meine Gelenke zu schonen – damit sie auch schön verkalken können, renne ich grinsend durch die Gegend. Zudem wäre es ja auch „angemessen“, üppig zu essen und das Süße zu konsumieren, „weil das ja der Seele so gut tut“ – die Kardiologen wollen ja auch eine Daseinsberechtigung haben und die verklebten Blutgefäße auskratzen oder eine Umleitung legen.
    Tja, ich habe für mich entschieden, das kostbare Geschenk, meinen Körper, mit dem Besten zu versorgen, zu dem ich in der Lage bin. Er soll wissen, dass ich ihn wertschätze, ihm gebe, was er braucht, um intakt zu bleiben. Und wissen Sie was? Meine Seele freut sich immens, dass ihre „Wohnstätte“ gesund bleibt, sie sich nicht auch noch darum kümmern muss…“

Wertschätzen. Respekt vor dem eigenen Körper. Persönlich habe ich den immer als Leihgabe betrachtet. Die ich nach einiger Zeit des Benutzens wieder abzugeben habe.

Anstand und Erziehung sagen mir, dass man geliehene Dinge in möglichst gutem Zustand, unbeschädigt und blitzsauber auch wieder zurückzugeben hat. Dermaleinst.

Es sind solche inneren Maßstäbe, die unser Zusammenleben auf dieser Erde erträglich machen… könnten. Konjunktiv. Sie verstehen mich schon.