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Glück beginnt mit einer bewussten Entscheidung…

Glück? Sie sind der Boss!

15.12.2017

Schon wieder einer. Ein neuer Glück-Ratgeber. Reiht sich ein in eine fast unendliche Kette von wohlmeinenden Büchern. Heißt diesmal „Die Formel für Glück“, erscheint 24.11.2017.

Nur: Unterscheidet sich. In der Tonart. Erkennen Sie schon an der Überschrift zu dieser News.

Hier nämlich geht es um Eigenverantwortung. Um das „das Leben selbst in die Hand nehmen“. Und das formuliert der Autor Mo Gawdat, ein Ingenieur, ziemlich gnadenlos. Wäre dann der Ansatzpunkt für meine Kritik als Arzt. Der ich zwar exakt der gleichen Meinung bin, aber doch zu Mitleid mit Ihnen neige. Darf ich erklären? Wir lesen hier:

  • Was ist Glück, Herr Gawdat?
      Glück beginnt mit einer bewussten Entscheidung. Jeder Mensch hat die Wahl, ob er glücklich oder unglücklich sein will.
  • Wirklich so einfach? Warum sind dann so viele Menschen unglücklich?
      Gegenfrage: Warum sind so viele Menschen übergewichtig?
  • Weil sie zu viel essen und sich zu wenig bewegen?
      Richtig. Aber es reicht nicht das zu wissen. Man muss sich auch demensprechend verhalten. Wenn Sie heute ein Stück Kuchen essen, dann gehen Sie morgen früh eben joggen. Wenn es Ihnen wichtig ist, dann klappt es auch. So viele Menschen sind nur deshalb unglücklich, weil glücklich sein nicht ganz oben auf der Prioritätenliste ihres Lebens steht.

Finde ich ziemlich gnadenlos. Wenn auch richtig. Wenn sich Ihre Gedanken, Ihr Trachten, Ihre Träume nicht ständig um das Glück drehen… was erwarten Sie dann? Energy flows, where attention goes.

Die Huna hatten schon immer Recht.

Und die Behauptung: „Jeder Mensch hat die Wahl, ob er glücklich oder unglücklich sein will“ klingt doch recht harsch. Jeder von Ihnen würde sofort Entschuldigungen anbringen dafür, dass er gar keine Wahl hat. Seine soziale Lage. Die kaputte Ehe. Die missratenen Sprösslinge. Der böse Chef. Kurz und gut: Schuld sind immer die anderen. Wir hatten das Thema bereits.

Aufwachen? Einmal sich stolz auf sich selbst besinnen? Pustekuchen. Aber da folgen ja noch ein paar andere Bemerkungen:

    „Wer nach London fährt und Sonnenschein erwartet, ist enttäuscht, wenn es in Strömen regnet. Demjenigen, der einen Regenschirm einpackt, passiert das nicht. Es ist nicht der Regen, der Sie glücklicher oder unglücklicher macht, sagt Gawdat, sondern Ihre Erwartung.“

Da hat er Recht. Wenn ich an den Gardasee fahre und ganztags Sport treiben möchte… erwarte ich, ohne viel nachzudenken, blauen Himmel, und bin enttäuscht, wenn es regnet. Mein Fehler. Denn:

    „Glück resultiert nicht aus dem, was das Leben uns gibt. Es ist eine Frage der Perspektive, mit der man an das herangeht, was das Leben einem hinwirft.“

Das muss man erst einmal akzeptieren. Das Leben wirft Ihnen etwas hin. Friss, freu dich oder geh daran ein. Schwer zu akzeptieren. Ist aber so.

Dem Autor, Mo Gawdat, war sein Sohn mit 21 Jahren an einer missglückten Blinddarm-Operation gestorben. Solch ein Erlebnis können Sie schwer toppen. Und der setzt sich hin und schreibt dieses Buch.

Genial übrigens, typisch Ingenieur, wie er Ihnen beweist, dass wirklich Sie selbst verantwortlich sind. Dass Sie wirklich die Wahl haben. Dass all Ihre typischen Entschuldigungen sinnlos sind. Wie er das schafft?

    Er spricht vom inneren Dialog. Dem endlosen Gedankenstrom, der alles, was Sie tun, kommentiert und kritisiert. Negativ. Lästig. Bestimmt unsere Gesichtszüge. Die Mundwinkel nach unten. Sehe ich jeden Tag im Fernsehen.
    Und Mo Gawdat behauptet, dass Sie diesen quälenden inneren Dialog abstellen können und es selbstverständlich auch sollten.

Frage: Kann ich das einfach so beschließen?

    Aber natürlich! Oder haben Sie Ihrem Gehirn schon einmal befohlen, die linke Hand zu heben, und es hat geantwortet: „Ach nö, ich fühle mich heute nicht danach.“. Nein. Denn Sie sind der Boss. Sie machen die Ansagen.

Tenor des ganzen Buches. Sie sind der Boss. Und weder die Ausrede
„Ich bin sozial benachteiligt“. Noch „Ich bin jeden Tag viel zu müde dafür.“ lässt Gawdat gelten. Nein, im Gegenteil. „Sie sind der Boss!“.

Also gut: Dann eben Blutanalyse. Wenn die Energie, der Antrieb, wenn die Motivation da wäre, könnten Sie ja wirklich versuchen, nach diesem neuen Rezeptbuch

glücklich zu werden.
Quelle: Focus 48/2017 Seite 135

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Blutwerte waren vor der Operation

Operationen ohne Angst

14.12.2017

Jede Operation, jeder Eingriff in den menschlichen Körper kann tödlich enden. Jedenfalls bei schwerkranken Menschen. Bei Ihnen selbstverständlich nicht. Mal nachgedacht, weshalb eine doch immer gut gemeinte Hilfe wie die Operation auch einen solch schrecklichen Ausgang haben kann?

Ob das wirklich an der Operation selbst liegt? Nach meiner persönlichen Erfahrung: Nein. Chirurgen verstehen ihr Handwerk. Und wenn sie schneiden, etwas wegschneiden, dann nähen sie wieder zu. Zuverlässig. Steril. Und wenn sie nageln und schrauben, kann man sich auf diese handwerkliche Kunst verlassen. Vor der ich höchsten Respekt habe.

Dennoch passiert nach Operationen fast regelmäßig etwas Unerwartetes. Eine Infektion. Abszesse. Verzögerte Heilung. Anhaltende, unerklärliche Schmerzen. Oder eben – wenn Sie von vorneherein schwer krank waren – der Tod. Weshalb?

    • Die Erklärung ist ganz banal: Ihre Blutwerte waren vor der Operation nicht optimal. Genau darauf zielt ja die Initiative zweier Schweizer Professoren, die vom Staat ein Gesetz verlangten, dass vier Wochen vor jeder Operation Blutwerte kontrolliert und optimiert werden müssten. (

News 30.04.2015

    )

Da hat jemand etwas verstanden. Heißt übersetzt: Wäre Ihr Körper in einem optimalen, abwehrbereiten Zustand, im Vollbesitz der möglichen Energie, würde er notwendige Eingriffe wie eine Operation ohne weiteres, ohne hässliche Nebenwirkungen vertragen. Nur: In diesem Zustand sind Sie nun mal nicht.

Illustriert wird das gravierend in einer sogenannten EUROPA-Studie. Unter Leitung der Grazer Universität.

    Die haben 480 schwerkranke Patienten auf der Intensivstation – vor Operation – auf ihren Vitamin D -Spiegel untersucht. Und dann – doppelblind, Placebo-kontrolliert – also mit höchstem wissenschaftlichem Standard entweder Vitamin D oder eben nichts verabreicht.

Resultat? In meinen Augen gravierend, alarmierend, ernüchternd, was unsere Schulmedizin betrifft. Diese simple Gabe von Vitamin D hat die Sterblichkeit dieser Patienten deutlich reduziert, nämlich

  • Nach drei Wochen waren ohne Vitamin D 46% gestorben, mit Vitamin D nur 29%
  • Nach sechs Monaten waren ohne Vitamin D 50% tot, mit Vitamin D nur 35%

Bei Patienten, deren Vitamin D –Spiegel unter 12ng/ml lag. Ein häufiger Wert, wenn ich Ihr Blut routinemäßig analysiere. Aber welcher Hausarzt tut das schon? Oder welcher Facharzt für Chirurgie?

Fazit: Was sagt uns das? Wenn Sie einen einzigen Blutwert korrigieren, in Ordnung bringen, nämlich Vitamin D von unter 12ng/ml auf über 40ng/ml anheben, können Sie Hunderten, Tausenden, Zehntausenden schwer kranken Patienten das Leben retten.

Allein mit Vitamin D.

Und selbstverständlich gibt es noch viele, viele andere wesentliche Blutwerte (z. B. Hämoglobin, z. B. Zink…) von denen Heilung, Genesung oder eben Siechtum oder Tod abhängen.

Molekularmedizin. Der Hoffnungsschimmer auch in der Chirurgie. Das einzig Störende: Die wissen das noch nicht. Noch.

PS: Da gab es also schwerkranke Menschen mit wörtlich „schwerem Vitamin D –Mangel“. Dennoch wurde denen im Doppelblindverfahren auch Placebo, also NICHTS gegeben.

Zum Glück haben wir in jedem Krankenhaus, auch in Graz, eine Ethik-Kommission, die das ausdrücklich abgesegnet hat.

Quelle: JAMA, 2014; 312 (15): 1520

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Schlussfolgerung? Krebs ist zu 2/3 Zufall.

Ein wunderhübsches, kleines Fundstück. Aufgestöbert beim gemütlichen Schmökern am Sonntag Vormittag. Zu einem Tässchen Kaffee.

Hab mir noch einmal die berühmte ATBC-Studie von 1994 herausgekramt. Sie wissen schon: Beta-Carotin macht Lungenkrebs. Eine sensationelle Behauptung, welche die Literatur bis heute „besetzt“. Sie erinnern sich an die Vitamin-Lüge des Spiegel. Da ging es genau um diese Studie.

Herausgekramt hatte ich sie, weil darin steht, dass Vitamin E Prostata-Krebs und Dickdarm-Krebs verhindert. Noch einmal: Verhindert. Solche Kleinigkeiten gehen natürlich unter. Das wäre ja eine gute Nachricht in der gleichen Arbeit. Interessiert einen Spiegel nicht.

Lese noch einmal die Zusammenfassung und stoße doch tatsächlich auf die folgenden Sätze. Im großen Zusammenhang eine schlichte Sensation, wenn man bedenkt, dass immer und überall in allen Vitamin-Studien warnend auch daraufhin gewiesen wird, dass Beta-Carotin Lungenkrebs mache. Beim Raucher. Und in der Originalarbeit steht dann folgendes:

  • „Uns sind keinerlei Daten bekannt, die eine schädliche Wirkung von Beta-Carotin zeigen, sondern im Gegenteil, es gibt Studien, die eine schützende Wirkung beweisen.
  • Außerdem existieren keine bekannten oder beschriebenen Erkenntnisse, dass Beta-Carotin toxisch sei.
  • Es gibt keinerlei Daten aus Tierstudien, die eine schädliche Wirkung von Beta-Carotin suggerieren.
  • Es gibt keinerlei Beweis für toxische Effekte von Beta-Carotin im Menschen.
  • Fasst man all die verfügbaren Daten zusammen, so erscheint eine schädliche Wirkung von Beta-Carotin unwahrscheinlich.
  • Obwohl wir in dieser Arbeit formal statistisch signifikant (eine schädliche Wirkung) gefunden haben, kann daher dieses unser Ergebnis sehr wohl ein ZUFÄLLIGES sein.“

Schreiben die Autoren. Der Studie, die unauslöschlich in das Gehirn der Ärzte, der Laien, insbesondere der Medien die „Tatsache“ geprägt hat, dass Vitamine Krebs machen können.

Sie lernen soeben. Sie lernen etwas ganz Wichtiges. Nämlich: Man sollte nachlesen. Man sollte nichts glauben. Man sollte die Originalarbeiten durchlesen. Zeile für Zeile.

Das tut niemand. Glauben Sie mir. Niemand.

Schon gar nicht Journalisten. Schon gar nicht unsere Medien.

Sehen Sie, deshalb glaube ich kein einziges Wort von allem, was unsere deutsche Presse über den amerikanischen Präsidenten verbreitet. Täglich. Wenn ich das Original nicht bekomme… weiß ich, dass gelogen wird.

PS: Aber mal ganz unter uns: Hätten Sie das für möglich gehalten, was Sie da oben lesen?

Quelle: New England Journal of Medicine, April 14, 1994, Vol 330, Nr. 15, S. 1029

Genial und elegant

Artikel #932 vom 13.12.2017

Wissen Sie, was eine armchair-study ist? Da setzt sich ein Wissenschaftler daheim in den Lehnstuhl, denkt nach, geht in die Uni-Bibliothek, schlägt auf und…. findet etwas Neues. So eine Studie von höchster Eleganz liegt soeben vor mir. Erklärt die seit 100 Jahren bekannte, außerordentliche Tatsache, dass Ihr Risiko, irgendwann im Leben einmal Krebs zu bekommen, je nach Organ ganz unterschiedlich ist, nämlich

  • 6,9% für die Lunge
  • 1,8% für die Schilddrüse
  • 0,6% fürs Gehirn
  • 0,003% für den Beckenknochen

Oder weshalb die Krebshäufigkeit entlang ihres Magen-Darmtraktes so völlig unterschiedlich ist, nämlich

  • Speiseröhre 0,51%
  • Magen 0,86%
  • Dünndarm 0,20%
  • Dickdarm 4,82%

Wo doch zum Beispiel der Dünndarm sehr viel mehr „Giften“ ausgesetzt ist als Ihr Gehirn. Und dennoch weniger zur Entwicklung eines Krebses neigt. Seltsam.

Da hat jemand nachgedacht. Tatsache ist, dass jedes Gewebe aus einer Masse von typisch kurzlebigen Zellen besteht. Aber auch aus ein paar wenigen, den Stammzellen, die sich selbst erneuern können, langlebig sind und verantwortlich sind für Entwicklung und Stabilität des jeweiligen Gewebes.

Es geht um diese wenigen Stammzellen.

Und da kam jemand auf einen seltsamen Zusammenhang: Für 31 Gewebe fand er in der Literatur die Teilungshäufigkeit von Stammzellen. Also die Zahl, wie oft diese Stammzelle im Laufe Ihres Lebens sich teilt. Da gab es himmelweite Unterschiede.

Und dann suchte er für diese 31 Gewebe die typische Krebshäufigkeit. Die ja, wie oben beschrieben, ganz verschieden ist. Wenn er diese zwei Zahlen auf die X- und Y-Achse aufgetragen hat, entstand das untenstehende Bild. Also ein klarer Zusammenhang.

  • Je häufiger die Stammzelle eines Gewebes (Lunge, Leber, Darm) sich teilte,
  • desto häufiger kommt es (nachweislich) zu Krebs.

Schlussfolgerung? Krebs ist zu 2/3 Zufall. Denn hier geht es natürlich um Mutationen, die zufällig eintreten, und zwar umso häufiger, je häufiger so eine Zelle sich teilt. Hat also nichts mit Rauchen oder Alkohol oder Übergewicht zu tun. Allenfalls zu 1/3 oder weniger.

Ist das nicht ein wundervoller Zusammenhang? Gleichzeitig – nicht nur für mich – eine völlig neue Betrachtungsweise der Krebs-Entstehung. Zufall. Stochastisch. Mutationen, die wir nie in den Griff bekommen. Bei der Mehrzahl der Krebse.

PS: 109 -Zellteilungen heißt übersetzt 2,5 pro Sekunde. Da versteh ich was nicht. Das müsste ja richtig wuseln und wimmeln.

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Selen hilft…

 

Wunderwaffe Selen

12.12.2017

Wann immer Sie in der Selen-Literatur stöbern (inzwischen über 20.000 wiss. Arbeiten) finden Sie Neues. Verblüffendes. Ich persönlich werde dabei immer ganz unruhig. Ermahne mich, das Positive in den Vordergrund zu stellen, nämlich:

Selen hilft.
Hilft gerade uns besonders gut deshalb, weil wir alle in Deutschland automatisch einen sehr niedrigen Selenspiegel im Blut haben. Und wenn ein Stoff deutlich fehlt, man ihn dann optimiert, kann man wirklich Hilfe, Heilung, ja Wunder erwarten. Und die treten tatsächlich ein.

    Mein erster Kontakt mit Selen resultierte in einem kaputten Küchentisch. Selen hatte mich – und meine Frau – leider außerordentlich aktiviert, um es zu umschreiben.
    Hatte ich Ihnen erklärt mit der Entgiftungswirkung (die gewohnte Lähmung, Energielosigkeit verschwindet) und mit Aktivierung der Schilddrüse (aus T4 wird T3).

Klingt Ihnen zu banal. Schön. Dann nehmen wir einfach den häufigsten Krebs des Mannes, den der Prostata, gleichzeitig zweithäufigste Krebs-Todesursache der Männer in den USA. Sehen Sie:

Prostatakrebs ist überflüssig.
Wissen die Männer bloß nicht. Sie hatten alle ja gerade über die Wunderwaffe Vitamin D gelesen. Die, grob formuliert, die Hälfte aller Darmkrebse genauso wie die Hälfte aller Brustkrebse einfach nicht auftreten lässt. Wenn man genügend Vitamin D im Körper hätte.

HÄTTE
Man selbst kommt nicht darauf, die zuständigen Fachleute, genannt Ärzte, erzählen es einem nicht…! Doch, doch. Wann wurde zuletzt routinemäßig Ihr Vitamin D –Spiegel bestimmt? Und jetzt also SELEN.

    Unter 974 urologisch unauffälligen Männern, die 4,5 Jahre doppelblind, placebokontrolliert, mit 200µg Selen versehen wurden, fand sich eine Verringerung der Prostatakrebs-Häufigkeit um

63 Prozent
Das war´s auch schon. Mehr wollte ich Ihnen gar nicht sagen. Hat man genauer nachgeguckt, nur die Patienten ausgesucht mit einem Anfangs-PSA kleiner als 4mg/ml (also völlig normal), wurde Prostatakrebs in nur zwei Jahren um 74% verhindert.

Weshalb sprechen wir dann eigentlich noch über Prostatakrebs? Weshalb lassen wir die Männer in den westlichen Ländern dann leiden und sterben? Wenn hier doch in einer

doppelblinden
placebokontrollierten
also unangreifbaren Studie
gezeigt wird, dass Selen Prostatakrebs praktisch ausrotten kann.

Die Arbeit steckt voller interessanter Kleinigkeiten. Darf ich?

  • Der mittlere Selenspiegel im Blut dieser Patienten war 115ng/ml. Das nannten die relativ tief. Ein Staat an der Ostküste der USA.
  • Nach Gabe von 200µg Selen stieg der Spiegel auf etwa 190ng/ml (erreicht niemand von Ihnen, liebe Leserinnen, lieber Leser). Da also trat die Wirkung ein.
  • Das nannten die „adäquat“. Es gibt Staaten in den USA, in welchen automatisch genau dieser Spiegel erreicht wird.
  • Zur Erinnerung: Mittelwert in den USA 160ng/ml, in Kanada 190ng/ml, in Guatemala 240ng/ml. Erzählt uns die WHO.

Und jetzt fragen Sie mal Ihren Hausarzt, oder Ihren Facharzt über den Normalbereich von Selen aus. Blankes Unverständnis. Pures Nichtwissen.

Da steckt noch so viel mehr drin. War der Ausgangsspiegel Selen besonders tief, nämlich unter 106ng/ml, wurde Prostatakrebs sogar um 92% verhindert. Also praktisch völlig ausgerottet. Dahinter steckt das einleuchtende Prinzip: Hast du anfangs sehr wenig von der rettenden, heilenden Substanz, dann hilft die Gabe (also NEM!!!) ganz besonders stark.

Das dürfte wohl für jedes NEM gelten. Erklärt andererseits, warum andere Studien mit Selen keine positive Wirkung gezeigt haben. Liest man nach, war der Ausgangswert von Selen schon deutlich über 130ng/ml. Und bei diesem Grenzwert tritt die Anti-Krebs-Wirkung ja ein. Dennoch werden solche Studien gemacht. Schrottstudien von vorneherein.

Fazit: Selen hilft. Selen hilft phänomenal. Kein Wunder, dass mein Cousin, Professor Dr. Detlev Thilo-Körner, sein ganzes berufliches Leben diesem Metall verschrieben hatte. (News von 31.07.2017).

PS: Die gleiche verblüffende Wirkung hat Selen übrigens auch bei Krebs ganz allgemein, speziell bei Lungenkrebs, speziell bei Dickdarmkrebs(Eine Wunderpille gegen Krebs).

PS II: Verschreibt Ihr Hausarzt Ihnen aus diesem wissenschaftlich gesicherten Grund routinemäßig Selen? 200µg täglich? Tut er nicht? Warum nicht? Fragen Sie ihn!

Quelle: Brit J Urol (1998), 81, 730.

Reise nach Ixtlan

12.12.2017

Gast-News Nr. 28

Angeblich ist das springende Beuteltier, das Känguru, das dümmste Säugetier der Welt. Weil es hauptsächlich oder ganz seinem Triebe folgt. Das sei „dumm“, also nicht durch Vernunft gesteuert. Ob das nun stimmt oder nicht: Wir verstehen spontan, was damit gemeint ist. Wieso eigentlich? Wieso verstehen wir das…. wie macht das unser Gehirn?

Wie können wir innerlich denken und nachvollziehen, dass ein reines „dem Triebe folgen“…. simpel ist? Ganz einfach: Weil das gleiche Prinzip auch in uns eingebaut ist.

Trieb, echter, reiner, gelebter Trieb ist Evolution in Reinform. Ist ein unabwendbarer Sinn. Und Sinn bedeutet Richtung. Nichts und niemand hält ein Lebewesen, das ohne inneren Zweifel, ohne nachzudenken agiert, ab, seine Richtung beizubehalten. Der Trieb steuert absolut.

Diesen Trieb, diese unheimliche, innere Kraft können Sie sich FÜR ALLE DINGE MACHEN. Und alles, wirklich alles,  was Sie machen und/oder denken können, lässt sich in eine der drei Kategorien einteilen. Jetzt wird´s interessant.

Weil jetzt geordnet wird: Thematisiert wird. Weil wir jetzt hilfreiches Handwerkzeug an die Hand bekommen. Die drei Kategorien:

  • Das Sammeln von Dingen. Informationen bündeln. Zusammenfassungen erstellen. Recherche. Suchen. Das Sammeln von Wurzeln und Pilzen im Wald. Das Jagen von Wild. Die Neukundenakquise. Das Durchforsten von XING Profilen für neue Mitarbeiter.
  • Das Teilen von Dingen. Aufteilungen, Zuteilungen, Verteilungen, von Geld, Zeit, Energie. Nahrung unter den Gleichgesinnten verteilen. Aufgaben an Jäger, Krieger und Schamanen zuordnen. Die Kategorisierung, die sinnvolle Zuordnung, Vorspeise/Hauptspeise/Nachspeise, Rollenverteilungen.
  • Die Reflektion der Dinge. Das Imitieren. Ist übrigens die häufigste Heuristik. Das Ausführen von Plänen. Das Ausprobieren, das spielen. Das Erkennen. Das Nutzen von sinnvoll aufgeteilten Dingen einer Sammlung. Zum Beispiel Pfeile basteln. Da mussten Sie erstmal die Materialien sammeln. Und dann sinnvoll teilen und zuordnen. Und jetzt ausprobieren, sie zusammenzubasteln.

Das darüber Nachdenken, das Imitieren: Ist übrigens die häufigste Art und Weise, mit dem Leben umzugehen. Das Ausführen von Plänen.

Interessant und neu: Diese drei Kategorien haben eine feste Reihenfolge in Ihrem Leben. Bei allen Dingen, die Sie machen und/oder denken. Die Reihenfolge sei, so lesen und erfahren wir:

    • Sammeln. Teilen.
    • Reflektion.
    • Teilen. Sammeln. Teilen.
    • Reflektion.
    Teilen. Sammeln. Teilen…

Na, dann mal los. Die Anwendung? Na, zum Beispiel:  Was machen Sie beim Meditieren?

Sie fangen irgendwo an. Beim Sammeln, Teilen, oder Reflektieren. Und der Rest läuft ab wie ein Programm. Die Reihenfolge ist festgelegt. Bis der Pfeil fertig ist. Bis Ihre Excel Tabelle fertig ist. Bis Sie Ihren Patienten zusammengeflickt haben. Bis Sie Ihren Klienten vor Gericht perfekt verteidigt haben. Bis Sie strahlen und 4 Minuten früher als gedacht über die Marathon-Ziellinie sprinten.

Marathon. Konzentration vor dem Start (Sammeln). Aufteilen der Energie für die ersten 10km, für

    die ersten 16km, für die zweiten 16km (Teilen). Startsignal, Nutzen Sie die sinnvoll aufgeteilte Energie Ihrer Konzentration, laufen Sie (Reflektion).
    • Sie jagen Wild, Sie rennen, federleicht, Ihre Rolle ist

Jäger

    , das Wild ist schnell, lauf die 10km schnell (Teilen). Suchen Sie das Wild, hören Sie nicht auf zu suchen, laufen Sie weiter (Sammeln). Dahinten ist das Vieh! Jetzt nochmal Energie in die Hetzjagd, Sie sind jetzt ein Hetztier (Teilen). Das Wild ist gefangen, erkennen Sie, wenn die 10km erreicht sind, und seien Sie stolz (Reflektion).
    • Jetzt sind Sie

Krieger

    • , Sie stürmen das Feld, ein stolzes Tier, Ihre Kondition steinhart, Ihre Muskeln unverwüstlich (Teilen). Durchforsten Sie das Feld nach Gefahren, wo sind Kumpanen, wo sind Gefahren, wie ist die Lage (Sammeln). Dahinten ist der Feind, jetzt standhaftbleiben, Tempo halten, keinen Meter verschenken (Teilen). Der Kampf ist vorüber, die ersten 16km erreicht, Sie sind ein Sieger (Reflektion). Jetzt sind Sie

Schamane

    , allwissend und über jeden Schmerz erhaben führen Sie Ihren Stamm ins Ziel, furchtfrei und über allen Dingen (Teilen). Die Welt steht still, Weisheit ist Ihr Begleiter, Sie haben nie etwas vergessen, Sie kennen jeden Schritt (Sammeln). Sie schenken Ihrem Stamm Mut und Moral, Sie haben den Wind im Rücken, sind ein glorreicher Anführer (Teilen).

Wach auf. Du bist am Ziel (Reflektion).

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Voll Energie. Voll Lebensfreude.

 

Hellwach

11.12.2017

Vielleicht die schönste Beschreibung dessen, was Sie im Leben anstreben: Hellwach zu sein. Voll Energie. Voll Lebensfreude. Die Welt wieder so zu sehen wie ein Kind: Farbig, nicht schwarz-weiß. Ich weiß nicht, ob Sie mich in diesem Punkt verstehen. Ihre Bilder sind schwarz-weiß. Kinder sehen farbig. Sie brauchen nur zu fragen.

Hellwach bedeutet, dass all die übliche Antriebslosigkeit wegfällt. Die Sie nur mit Disziplin tagtäglich überwinden können. Hellwach bedeutet, zuhören zu können. Mit wachem Geiste, mit dann auch spontanem Witz.

Wie ich auf diesen wunderschönen Begriff komme? Hellwach? Ganz einfach: Ich lerne von Ihnen. Jeden Tag. Langsam glauben Sie mir ja. Darf ich also zitieren?

    „Wir (meine kleine Frau und ich) waren bei Ihnen zur Untersuchung mit dem Ziel, unser Lebensalter zu verdoppeln.
    Wir hatten vorher eine Hand voll Bücher von Ihnen gelesen.
    Wir haben uns strikt an Ihre Empfehlungen gehalten und genau das erhalten, was wir wollten. Hinzu kam, dass wir nun wieder HELLWACH sind. Dieses Gefühl ist mir als Kind im Alter von zirka 10 Jahren verloren gegangen. Jetzt ist es wieder da“.

Kommentar: Können Sie das nachempfinden? Vielen, vielen von uns ist es genauso gegangen. Die Pflichten, die Verantwortung rauben uns die natürliche Lebensenergie, lassen uns oft genug bleiern erschöpft durchs Leben schleichen. Völlig normal. Aber weiter im Text:

    „Mittagsmüdigkeit, Ausdauerschwächen… alles wie weggeblasen und immer hellwach, wie im Kindesalter. Noch dazu keine negative Stimmung mehr. Was haben wir geändert?
    • Morgens immer Eiweiß Shakes und NEM.
    • Selbst gemachter Gerstengras-Saft.
    • Wenig Kohlenhydrate.
    • Magnesium gibt es flüssig jeden Morgen auf beide Oberschenkel.
    • Entspannung (ja, ich habe anfangs gelacht über Ihre Empfehlung) bekomme ich jetzt, wenn ich meine Füße hochlege. So einfach geht das.
    • Es steht immer eine gefüllte Schüssel mit Nüssen auf dem Tisch. Schokolade und Co. werden bei uns nur alt. Die braucht kein Mensch mehr.
    • Auf meine Dienstreisen habe ich ab jetzt immer Turnschuhe dabei und laufe morgens vor dem Frühstück. Jeden Morgen. Das hätte ich nie gedacht.
    Ihre News sind für uns eine spannende Wochenendlektüre. Danke dafür. Auch gefällt mir Ihre politische Einstellung und ich freue mich über jeden Kommentar. Noch besser ist Ihre sehr schöne Art, wenn Sie von Ihrer Frau reden. Das gibt mir ein sehr schönes Bild von Ihnen…. Durch Sie haben wir eine hellwache Welt zurück erhalten. Für uns sind Sie ein Arzt, welcher unter den Medizinern der heutigen Zeit wie ein Stern leuchtet. Wir möchten noch lange mit Ihnen lachen und fröhlich in die Zukunft wandern, nein, von einem Bein auf das andere hüpfen“.

Diese Nachricht kommt so tief aus dem Herzen, wie jeder von uns fühlt, dass ich sie weitgehend wörtlich abgeschrieben habe. Auch das mit der politischen Einstellung. Freilich halte ich mich in diesem Punkt, wie Sie merken, seit einiger Zeit sehr zurück. Man kommt als „10 Prozent Mensch“ (gelebte Verantwortung, nur 10 Prozent der Deutschen zahlen wirklich Steuern) gegen 90 Prozent einfach nicht an. Das lernt man irgendwann.

Und auch meine Sprache, wenn ich meine kleine Frau erwähne. Wird selbstverständlich in mich kränkender Weise missverstanden. Von Menschen, die weder lieben noch geliebt werden. Die können solche Begriffe, solche Gefühle nicht nachempfinden. Die tun mir einfach nur leid. Ernsthaft leid.

Der mail-Schreiber jedenfalls hat es geschafft. Ist hellwach. Hat keine negativen Stimmungen mehr. Und hat sein Leben in die eigenen Hände genommen. Der entscheidende Punkt: Selbstverantwortung!

Gehört zu einer kleinen, glücklichen Minderheit.

 

Antibiotika töten Tumor-Stammzellen!?

Artikel #930 vom 11.12.2017

Jetzt kommt was Schönes. Was Neues. Elegant verpackt in einer wissenschaftlichen Arbeit. Um Ihnen diese wunderhübsche Entdeckung – für mich die wichtigste seit 20 Jahren – so richtig und mundgerecht zu präsentieren, bedarf es zweier Vorbemerkungen:

  • Mitochondrien. Die Kraftwerke in unseren Zellen. Erinnern Sie sich? Sind gar nicht hausgemacht. Waren ursprünglich Bakterien, die vor Millionen Jahren in unsere Zellen gewandert sind. Symbiotisch: Wir haben diesen Bakterien Schutz geboten, die haben uns dafür Lebensenergie produziert.
    Deshalb haben Mitochondrien einen eigenen genetischen Apparat. Sind in Wahrheit körperfremd. Und jetzt kommt die überraschende Frage:
    Antibiotika. Entwickelt, um Bakterien abzutöten. Ahnen Sie schon was? Wenn Mitochondrien ursprünglich Bakterien sind, wie reagieren die dann auf Antibiotika?
    Genauso, wie Sie jetzt denken. Und hier setzt die neue Entdeckung ein.
  • Professor Dr. Wiestler. Deutsches Krebsforschungszentraum Heidelberg. Unsere oberste Krebsinstanz. Der mit der Krebsbehandlung in deutschen Krankenhäusern gar nicht zufrieden ist. Weil er sehr richtig sagt: Krebs ist eine Stammzelle. Die können sie nicht operieren, die können sie nicht mit Chemotherapie töten, die können sie nicht bestrahlen. Die überlebt immer.
    Hintergrund dafür, dass Krebs so häufig wieder kommt. Wenn man nicht aufwacht, sein Immunsystem verändert und diese immer vorhandenen Stammzellen möglichst lange unterdrückt.
    Stammzellen also. Und da schlägt Professor Wiestler eine zielgerichtete Immuntherapie vor. Gegen diese Zellen, also nicht gegen den Tumor oder die Metastasen. Nur… gibt es so zirka 200 verschiedene Krebse. Also 200 verschiedene Stammzellen. Also müsste man 200 verschiedene Immuntherapien entwickeln.
    Denke ich mir: „Gute Nacht!“. Da werden wir lange warten.

Das waren die Vorbemerkungen. Kommen wir jetzt zur realen Forschung. Wir haben für all die verschiedenen Krebse inzwischen „genetische Landschaften“ entwickelt. Haben Hunderte von genetischen Unterschieden gefunden. Und suchen verzweifelt nach der einen „entscheidenden Mutation“ in dem unübersichtlichen Ozean der genetischen Veränderungen.
Wir suchen also etwas gemeinsames, etwas das alle Krebsarten verbindet, einen Punkt, an dem wir ansetzen könnten, um Krebs zu besiegen.

Erst kürzlich, 2015, wurde in Science gezeigt, dass zweidrittel aller Krebse beschrieben werden können durch die Anzahl der Teilungen ihrer Stammzellen. Also eine schlichte Zahl. Das passt zu unserer Vorstellung, dass Altern nichts anderes ist als genetische Mutationen der Gewebs-Stammzellen (gutartig), aus denen sich dann – manchmal, unglücklicherweise – Krebsstammzellen entwickeln können.

  • Also scheint Krebs im Prinzip nichts anderes zu sein als eine Krankheit auf Grund von entgleisten Stammzellen (von benigne nach maligne).
    Soweit, so gut. Jetzt kommt das Neue: Krebsstammzellen vereint eine Eigenschaft: Die strikte Abhängigkeit von der Biogenese der Mitochondrien. Nichts weiter als dem Eiweißaufbau. Heißt übersetzt: Krebsstammzellen sind anabol und sie brauchen die ständige Protein-Synthese, den Eiweißaufbau ihrer Mitochondrien, um zu überleben und um sich so ungeheuer schnell zu vermehren, zu wachsen, sich auszubreiten.
    Das hat man biochemisch sehr genau untersucht und bewiesen. Und jetzt kommt’s:
  • Genau in diese Biogenese, in diesen Eiweißaufbau-Prozess der Mitochondrien greifen typische Antibiotika ein. Die blockieren das. Genauso töten Antibiotika Bakterien. Ist das nicht sensationell?

Heißt übersetzt: Typische Antibiotika (die werden aufgezählt) töten Tumorstammzellen. Unabhängig von der Tumorart. Jede Stammzelle. Weil die alle die gleiche Eigenschaft haben: Rasche Teilung, dazu nötig rasche Protein-Synthese in den Mitochondrien. Normale Zellen sind lange nicht so aktiv, daher unempfindlicher gegen diese Antibiotika-Wirkung.

Fazit: Noch einmal: Wir glauben, einen völlig neuen Zugang zur Krebsbekämpfung entdeckt zu haben. Wörtlich „wir schlagen vor, Krebs wie eine Infektions-Krankheit zu behandeln“.

Und das scheint tatsächlich zu klappen. Lesen Sie mehr in der morgigen News.

Quelle: Oncotarget, Vol 6, No 7, S 4569, 2015

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Die Form ist entscheidend.

10.12.2017

Gast-News Nr. 26

Wer als Meditationsanfänger mit dem meditieren beginnt, beginnt selten richtig. Das merkt er am fehlenden Erfolg. Prompt ist er enttäuscht.

Das kann daran liegen, dass wir Hollywood-Bilder gespeichert haben. Dass unsere Vorstellung von Meditation verzerrt ist. Frauen und Männer in orangenen Roben, Beine im Jogasitz, Zeigefinger und Daumen zusammengelegt,… vielleicht sehen Sie sogar Elefanten und Räucherstäbchen vor Ihrem geistigen Auge, wenn Sie das Wort Meditation hören?

Wunderbar. Dann haben Sie ein gesundes Gehirn.

    • Das Gehirn ist kein Computer, der Ihnen die objektive Realität berechnet. Also stimmige Informationen gibt. Das Gehirn simplifiziert. Lässt Informationen weg. Lesen Sie jeden Tag in der Zeitung „Weihnachtsmarkt“, kann es sein, dass Sie ein ausländisches Straßenschild „Weibhaachstraat“ mit ersterem Wort spontan verwechseln. Und erst kurz darauf erkennen, dass Sie sich…getäuscht haben. Sie sind dann ent-täuscht.

Freuen Sie sich

    .

Sie haben ein Täuschungspaket aufgelöst. Ihr gesamter visueller Sinn funktioniert so, wie auch alle anderen Sinne, die Sie besitzen.

    • Erinnern Sie sich noch, wie wir als Kinder mit offenen Augen langsam eingeschlafen sind? Wir haben die Schatten in unseren Schlafzimmern betrachtet. Gruselige Gesichter gesehen, haben auch tagsüber die Farbenvielfalt wirklich genossen. Mit den Formen der Welt nicht nur gespielt und Sandburgen gebaut, sondern die Muster der Natur staunend wahrgenommen. Das erste MS-DOS Spiel mit 3D Tiefen-Effekt hat mein Gehirn derart überfordert, dass ich heulend weggerannt bin. Wir haben einen natürlichen

Ur-Respekt 

    vor den Formen des Universums.

Eine praktische „WIE meditiere ich?“ Anleitung ist, sich wieder zu trauen. Wenn Sie merken, dass Sie bei den ersten Meditationsversuchen auf allzu großen Widerstand treffen, dann ist Ihr Gehirn mit Paketen vollgestopft. Lösen Sie die einfach auf. Indem Sie Ihr Gehirn tagsüber weichmachen.

Die Vorstellung, Äste im Wind oder vollbeschmierte Notizzettel bestünden aus lebendigen Tierchen ist uns arg peinlich. Kann man tagsüber ja für sich machen, sich einbilden. Behandeln Sie dennoch mal – praktischer Ratschlag – nur zwei Gegenstände aus Ihrem Arbeitsalltag wie ein Tierchen. Bei Tieren ist man vorsichtig, achtet auf kleinste Formabweichungen wie Verletzungen, guckt wo die Augen sind, spürt wie es zittert.

Feuer im Kamin hilft auch ungemein. Ein Waldrand, Wolken, die wunderschönen Bilder von Milch im Kaffee,  wenn Sie den umrühren, kreisen lassen.

Entdecken Sie die Formen wieder für sich.

    Ein übrigens sehr eigenartiger Effekt der (geheimen) Formenliebe ist, dass Tiere, echte Tiere, das merken. Tiere merken, wenn Sie aufhören, Paketschnürer zu sein. Und einfach nur im Formenmeer schwimmen, sich auf eine Aufgabe konzentrieren. Dann kommen Ihnen Tiere ganz nahe. Meine Mutter rupft Unkraut in unserem Garten, mit einem Reh nur wenige Fuß entfernt. Völlig normal.

Ein weiterer Formenschwimmer ist mein Freund Michael. Hat einen natürlichen Ur-Respekt vor den Dingen, Formen, Lebewesen (wo ist denn der Unterschied?) des Universums.

Drum ist er nie alleine. Die werten Damen fühlen das. Völlig normal. Dazu braucht’s keine Räucherstäbchen. Peinliche Esoterik. Es braucht die Freude an den Formen dieser Welt.

Ein Rechtsanwalt und die Genetik

10.12.2017

Rechtsanwälte können eins hervorragend: Die Sache auf den Punkt bringen. Wenn sie wollen. Und wenn die dann noch sarkastisch werden, dann wird’s so richtig vergnüglich. Daher habe ich den ganzen Vormittag nur noch breit gegrinst nach Lektüre der heutigen mail. Möchten Sie auch mal?

„Aufgrund zu hohen Blutdrucks zähle ich seit 15 Jahren BetaBlocker – 50mg Metohexal – zu meinem täglich Brot. Neben dem Brot mit der Salami drauf. Ursache? Unbekannt. Umformuliert: vererbt. Hat der Papa ja auch. Hat meine Schwester nicht. Wird bestimmt mal sauer sein, dass die nix geerbt hat. Warum habe ich eigentlich nicht den niedrigen Blutdruck von der Mama geerbt? Grund zur Sorge? Nö. Die Pillen helfen ja. Täglich. Ein Leben lang. Ein kleiner Gedankenblitz kam auf – hier wird doch nur die Wirkung behandelt, aber nicht die Ursache eruiert. Ach ja, die Ursache ist ja das Erbe. Das kann man nicht ausschlagen. Schon gar nicht heilen. Ist halt so. Die Erde war ja auch mal ne Scheibe. Das war halt so. Da konnte man auch nix machen.

Szenenwechsel. Nachricht von der besten Freundin (Anfang 30). Liegt die doch plötzlich im Krankenhaus. Diabetes Typ 1. Gestern Bluthochdruck, heute Diabetes, morgen…? Da wird das Bewusstsein geschärft. Der Wecker klingelt. Man könnte sich ja mal mit Gesundheit beschäftigen. Gesagt, getan. Das große Versandhaus im Internet aufgerufen, was haben die denn da? “Forever Young”? Klingt gut. Will ich haben. Will ich auch sein. Kommt nämlich nicht nur meiner Gesundheit, sondern auch meiner Eitelkeit entgegen. Als Printmedium und Hörbuch erworben (Matthias Lühn garniert perfekt Ihre zynisch – sarkastische Art mit seiner Stimme). Klingt interessant, was der Mann da erzählt. Und vor allem: plausibel.

Da fragt sich der Anwalt in mir: ist das schwere Erbe des Blutdrucks nicht doch auszuschlagen? Die Leerbücher schweigen und da kommt der Dr. Strunz mit seinem Büchlein um die Ecke und was finde ich? Zwar keine §§, aber dennoch die Lösung. Eine einfache Lösung.

Ernährung + Bewegung + Entspannung = Gesundheit.

Da reicht das kleine Einmaleins, um das zu verstehen. Scheint im Medizinstudium aber keine Voraussetzung zu sein. Sonst wüssten das mehr. Eine Woche Krankenhausaufenthalt mit xy Ärzten, vom Unter- bis zum Oberarzt, doch keiner hat den heiligen Gral der Gesundheit für sich entdeckt. Und noch weniger für den Patienten. Dabei ist die Formel doch so simpel und so einfach zu erläutern. Versteht jeder. Sollte zumindest.

Da stell ich mir die Frage:

  • Wissen die das nicht?
  • Wollen die das nicht?

Oder – ein Schelm, wer Böses dabei denkt –

  • Dürfen die das nicht?

Keineswegs erlaube ich mir eine Pauschalkritik an der Ärzteschaft. Wenn das im Studium nicht auf dem Lehrplan steht, können die das nicht wissen. Doch wer ist Hüter des großen Geheimnisses? Oder wer ist dafür verantwortlich, dass dieses Geheimnis gehütet wird? (In diesem Zusammenhang ein großes Lob an meine Hausärztin. Die läuft mit Schrittzähler durch die Praxis. Die bevorzugt Homöopathie. Die hat mir autogenes Training an- und eine OP abgeraten.)

Um es auf den Punkt zu bringen:

Vor “Forever Young”: täglich Salamibrote und Süßigkeiten. Wöchentlich Tiefkühlpizza und McDonalds. Alle paar Tage mal Obst und Gemüse. Joggen 1-2 mal die Woche, sonst kein Sport, tägliche Schritte maximal 2000. Meditation nie. Bei 50mg Metohexal Blutdruck 130:80, Ruhepuls 75, 83kg bei 181cm – vom Gewicht her also durchaus im Rahmen und mich daher nie für krank befunden. Heute weiß ich: das war krank.

Nach “Forever Young”: das tägliche Salamibrot von der Agenda gestrichen. Ebenso McDonalds und die Tiefkühlpizza. Stattdessen: Nüsse, Leinensamen, Haferkleie, Chiasamen, Quinoa, Zimt, frische Beeren (wahlweise Heidelbeeren, Brombeeren, Himbeeren) in ne Schale, Milch oder Soya drüber. Guten Appetit. Täglich Obst und Gemüse. Joggen 3-4 mal die Woche, sonst Radfahren oder Seilspringen. Meditation 20 Minuten täglich.

Und da schau her: Blutdruck 120:80, Ruhepuls 60. Ein “Aber” gibt es noch. Ein großes “ABER”. Das ganze bei nur noch 12mg Metohexal, nicht mehr 50mg. Komisch. Da scheint mit dem Erbe irgendwas schief gelaufen zu sein. Oder mit der Medizin. Oder mit der Beratung über Medizin. Na wenn das mal so weitergeht, dann ist das Erbe futsch. Man stelle sich nur vor, dies täte jeder so. Dann ist nicht nur mein Erbe futsch, sondern auch das der Pharmakonzerne. Und dann sind wir wieder bei dem Schelm, der so böse Gedanken denkt….

Naja: Vielleicht sind die Gedanken gar nicht so böse. Vielleicht denkt der Rechtsanwalt nur logisch und geradeaus. Welcher Pharmakonzern möchte gerne pleitegehen? Stellen Sie sich nur mal den Herrn Direktor ohne Sekretärin und Dienstwagen vor. Was tut der den ganzen Tag? Sehen Sie…. und drum verwendet der 10% der Einnahmen, also Milliarden Euro für Public-Relation. Er verkauft seine Produkte.

Dass der dabei Menschen schadet, deren Gesundheit gefährdet, können Sie in den News „Betablocker“ nachlesen. Nur: Der Herr Direktor hat ja auch keinen Eid geschworen. So wie wir Ärzte und wie die Frau Bundeskanzlerin.

Dann allerdings wird´s kritisch: Wir Ärzte verschreiben diese Betablocker ja. Und die Frau Bundeskanzlerin…. jetzt lieber nicht weiterdenken.

Die glasklare Logik von Rechtsanwälten ist leider ansteckend.

 

Und jetzt… die Betablocker

Das wohl am häufigsten verordnete Herzmittel. Betablocker. Sollte den Blutdruck senken, den Puls verlangsamen. Ganz typisch: Jetzt folgen nicht all die möglichen Nebenwirkungen. Die stehen nur im Kleingedruckten.

Seit ich persönlich im Selbstversuch die komplette, absolute Impotenz nach Betablockern erlebt habe, wusste ich, dass auch die übrigen Nebenwirkungen wohl eher keine Nebenwirkungen sind. Nun gut. Mit meiner Meinung stand ich – wie so oft – zunächst allein.

Heute nicht mehr. Heute wird es für Betablocker langsam eng. Ihre Beliebtheit ist inzwischen weltweit auf dem Sinkflug. Denn eine wachsende Zahl von Beobachtungen spricht dafür, dass der Nutzen etwas sehr eng Begrenztes ist, der Schaden aber recht häufig eintritt.

Anlass ist eine nagelneue Studie im Circ Cardiovasc Qual Outc, 30.09.2014. Da hat man 15 000 etwa 60jährige versammelt. Alle mit typischen Risikofaktoren: Bluthochdruck, viel Cholesterin, Typ II Diabetes. Heißt in meiner Sprache ja anders: Ich nenne das: Massiv übergewichtig. Bin hier wohl voreingenommen. Oder?

6 600 von diesen 15 000 bekamen Betablocker. Jetzt kommt’s: die Wirkung war sehr durchwachsen.

Günstig:
Waren Betablocker für Patienten, die schon einmal einen Herzinfarkt erlitten hatten. Moment, Moment: Günstig heißt, die Gefahr einer erneuten Herzattacke wurde gesenkt. Freilich war die Todesrate in den nächsten zwei Jahren exakt die gleiche. Ob mit oder ohne Betablocker. Das heißt also günstig.

Alle anderen Patienten, also alle ohne Herzinfarkt, Schlaganfall hatten keinerlei Nutzen von Betablockern. Wozu dann geben?

Nicht schädlich:
Waren Betablocker nach Schlaganfall oder Beinarterien-Verschluss. Wohl verstanden: Nicht schädlich. Hat also auch nichts genützt.

Schädlich:
Waren die Betablocker für alle anderen Patienten: Wer noch keinen Schlaganfall erlitten hatte, hat jetzt ein erhöhtes Risiko dafür. Dank Betablocker.

Geht Ihnen der Hut hoch? Sträuben sich Ihre Haare? Falls nicht, lesen Sie den Politikteil der Zeitungen. Oder Sie sind Arzt. Also vieles gewohnt.

Die Arbeit wird selbstverständlich kommentiert. In der üblich wissenschaftlich verbrämten Sprache. Also nichtssagendes Gestammel. So wie unsere derzeitige Verteidigungsministerin über den Zustand der Bundeswehr. Wir hier unten in Bayern könnten durchaus deutlich werden. Aus therapeutischen Gründen sogar saugrob:

Betablocker? Wieder so ein dubiöses Mittel! Gilt – bleiben wir fair – für Menschen mit Risikofaktoren, sprich Übergewicht.

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„Nuh“. Das klingt lieb, zart…

gup

09.12.2017

Gast-News Nr. 25

Die schönste Sprache der Welt war für mich bislang russisch, von einer Frau gesprochen. Butterweich klingend in meinen Ohren, denn die Russen nutzen anstelle von „Mmh“ oder „Well“ oder „Aloha“ ein kurzes „Nu“ bzw. „Nuh“. Das klingt lieb, zart…bis dann der russische Mann anfängt durch den Wald zu schreien. Ich habe mich immer gefragt, wieso benutzen die denn „nu“?

Die schönste Sprache der Welt, für mich, ist jetzt: das Gotische.

Nu

     bedeutet auf gotisch „jetzt, nun, also, demnach“.

Nuh

     bedeutet „also, denn“.

Nunu

     ist „also, daher“.

Ach, da kommt’s her. Ist Wortschatz der Strunz-Familie. Nununu,…kennen Sie das? Jedenfalls:

    Falls Sie, verzweifelt, auf der Suche nach einem Wort sind, das Sie schweigend wiederholen wollen, um in die tiefe Meditation zu kommen (das Mantra), empfehle ich „Gotische Grammatik“ von Braune/Heidermanns, Max Niemeyer Verlag Tübingen. Ja, wirklich.
    Den Grammatik-Kram einfach überspringen, gleich auf Seite 233, direkt ins Wörterverzeichnis.

Eine Kostprobe, gerne. Gotisch scheint eine Sprache mit direktem Bezug zur Wirklichkeit zu sein. Ist für einen Nicht-Linguisten wie mich einfach neu.

Beginnt das gotische Wort mit einem me- , sind das Begriffe für Dinge, die vor einem liegen, weit weg sind, entfernt…wie Worte für:

    Schwert, Zeit, Stunde, schreiben, Mond, Monat, Gerücht, verkünden, Tisch.

Beginnt das gotische Wort mit mi- wird es zart, weich, lieb, vom Kopfe hochsteigend, im Zentrum aller Dinge seiend…Worte für:

    Der mittlere, Erdkreis, Mitte, Größe, preisen, groß werden, stark, hochmütig, liebevoll, Mitleid, Wolke, Honig, Milch, Fleisch, Gedanke.

Zwischendrin lustiges, wie krusts, das Knirschen. Oder gras, für das Gras. Meins, für mein. Baúr, der Geborene. Raka, der Taugenichts. Runs, der Lauf. Weihnan, heilig werden.

Fühlt sich das nicht an wie ein bisschen Heimat? Logik, die man nicht erklären muss. Worte, deren Wahrheitsgehalt man riechen kann. Vielleicht finden Sie ja im Gotischen Ihr Mantra.

Die wichtigsten Dinge haben wir wortwörtlich aus dieser ausgestorbenen Sprache übernommen.

    • Zum Beispiel das Wort für Wein:

Wein

    • . Der Säufer:

wein-drugkja

    .

Man kommt aus dem Grinsen nicht raus. Vielleicht mache ich mir weinnas zu meinem Mantra. Das ich schweigend hunderte Male wiederhole. Mir es auch bildlich vorstelle. Auf eine Tafel schreibend. Bis die Bedeutung des Wortes verblasst und in den Strudel fließt. Und es sich wie von selbst wiederholt.

    • Trunksüchtig.

Weinnas

    .

Ob man als grinsender Gote in Trance fallen kann? Ich werd‘s mal ausprobieren.

Sauerstoff ist Leben

09.12.2017

Denn ohne Sauerstoff kein Leben. Simples Experiment: Tauchen Sie im Freibad mal eine halbe Stunde unter. Da braucht man keine Doppelblind- Studie. Das kann man selbst feststellen.

Wenn Sie verstanden haben, wie wichtig Sauerstoff für das Leben ist, dann sollten Sie sich auch um die Sauerstoffversorgung von Körper und Gehirn kümmern. Tun die Mehrzahl von Ihnen eben nicht. Wann immer ich Ihr Blut kontrolliere, finde ich ein tiefes Hämoglobin.

Sie wissen Bescheid: Der rote Blutfarbstoff. Der Sauerstoff an sich bindet und im Körper transportiert. Auch ins Gehirn. Mehr Sauerstoff heißt mehr Lebensenergie, mehr Lebensfreude, bessere Konzentration, optimierte Denkfähigkeit.

Erinnern Sie sich? Wenn Ihr Sprössling in der Schule nachlässt, wenn er sich nichts mehr merken kann…dann hilft die Hamburger Eisenambulanz: Alle 13-14 Jährigen in Deutschland hätten Eisenmangel. Heißt übersetzt: Haben ein tiefes Hämoglobin. Transportieren wenig Sauerstoff ins Gehirn. Sind also entschuldigt.

Es wäre Ihre Aufgabe als Eltern, hier rechtzeitig vorzusorgen. Kluge Eltern geben Eisen. Der Versuch ehrt sie. Ist aber häufig genug ohne Erfolg gekrönt.

Aber jetzt lasse ich einen Experten weiter sprechen. Der mir kürzlich eine Mail geschrieben hat.

  • Wie ich wusste, war Eisenstatus seit jeher grenzwertig, sogar nach Meinung der Schulmedizin. Indikator dabei der Einfachheit halber das Hämoglobin, wird bei jedem Arzt mitgemessen.
  • Mein Hämoglobin war meist so um 14 g/% (normal 14-18!). Mit viel Aufwand (Eisenkapsel morgens nüchtern) war dann ein Wert von 15 g/% erreicht.
  • Infusion? Zwei Hausärzte haben so dermaßen die Hände über dem Kopf zusammen geschlagen… Also hatte ich zuletzt ohne Substitution (ohne Eisenkapsel) wieder einen Hämoglobinwert von 13,7 g/%.
  • Abschweifung: Um die Aufnahme von Zink zu verbessern, war ich in der Literatur auf Histidin und Cystein zur Verbesserung der Resorption gestoßen. Außerordentlich erfolgreich.
  • Deshalb hab ich mal nachgeforscht, was für die Resorption von Eisen helfen könnte, und siehe da: auch für die Eisenaufnahme solle Histidin und Cystein helfen, und außerdem noch Methionin.
  • Jetzt kommt`s: obwohl ich die Kombination nur sehr unregelmäßig einnehme, etwa alle drei Tage, haben sich meine Eisenwerte schon so erhöht, dass man zusehen kann: Juli 13,7, Oktober 15,3, November 16,3.

Sehen Sie: Das ist Medizin. Naturwissenschaftliche Medizin. Nicht aus Lehrbüchern zitieren: schlucken Sie mal eine Eisenkapsel, sondern selber testen, ausprobieren. Die Eisenkapsel nützt oft nichts oder fast nichts.

Weil das Eisen gar nicht aufgenommen wird. Merken Sie am Durchfall, am schwarzen Stuhl. Liest man nach, lernt man etwas über

Transport-Proteine

Also  Eiweißstoffe, die das Eisen vom Darm ins Blut zaubern. Und dass Eiweiß aus verschiedenen Aminosäuren besteht, weiß ja inzwischen jeder. Manche dieser Aminosäuren scheinen besonders wichtig zu sein, wie wir soeben gelernt haben.

Sind wir wieder beim Wort Eiweiß. Eiweißreiche Nahrung ergibt offenbar mehr Hämoglobin, mehr Sauerstoff und bessere Leistung. Körperlich wie geistig. Gilt also für Sportler genauso wie für Ihren Sprössling in der Schule.

Nur mal nur so zum Vergleich. Sie als Frau haben meist um die 13 g%, könnten aber 16 g/% haben. Sie als Mann haben so um die 15 g/%, könnten aber auch 18 g/%  haben.

Anlässlich der letzten Leichtathletik- Weltmeisterschaft wurden ja 500 Blutproben gepoolt. Es fand sich ein durchschnittlicher Hämoglobinwert von 19,34, wenn ich recht erinnere (ZDF). Sehen Sie, das ist Sauerstoff. Das ist Leistung. Könnten Sie auch am Schreibtisch gut gebrauchen.

Fragt sich nur, wie die ihre 19,34 geschafft haben. Da lächeln Sie und da lächle ich. Und zucken mit der Schulter. Einverstanden.